Versteckte Funktionen

Twitter plant Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

In der Android-App des Mikroblogging-Dienstes Twitter sollen in der Android-APK Features entdeckt worden sein, die Direktnachrichten mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ermöglichen.
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Die Gerüchteküche brodelt: Die Android-App des Nachrichtendienstes Twitter soll einen versteckten Hinweis darauf geben, dass der Dienst Direktnachrichten mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung plant.

Dass diese Möglichkeit zumindest grundsätzlich besteht, darauf lässt der Tweet der Twitter-Nutzerin Jane Manchun Wong schließen. Sie veröffentlichte einen Screenshot, auf dem eine geheime Konversation zu sehen sein soll. Konkrete Details, dass es sich tatsächlich um die Verschlüsselungsart Ende-zu-Ende handelt, sind darauf nicht zu sehen. Laut des Online-Nachrichtenportals TechCrunch war die Option in der APK-Datei der Anroid-App enthalten. APKs lassen sich nur unter Googles Android nutzen. Die Abkürzung steht dabei entsprechend für Android Package. Dahinter steckt die Installationsdatei für eine auf dem Betriebssystem Android basierende App. Eine konkrete Stellungnahme seitens Twitter zu dem Screenshot gab es bisher noch nicht. Nur eine "verschlüsselte" Nachricht.

Twitter spricht in Hieroglyphen

Twitter plant scheinbar Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.Twitter plant scheinbar Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Auf den Tweet der Twitter-Nutzerin folgte weder ein Ja noch ein klares Nein. Stattdessen zwitscherte Twitter-Chef Jack Dorsey ein Shhh-Emoji, ein Emoji, das einen Finger auf die Lippen legt. Man könnte ihm unterstellen, dass die Entwicklung der Verschlüsselung von Direktnachrichten im Gange ist. Ein Feature also, das tatsächlich bald Einzug in die Android-App nehmen könnte. Es wäre jedenfalls nicht das erste Mal, dass unbekannter Programmcode in der APK entdeckt wird, der auf eine Softwareaktualisierung mit neuen Funktionen hinweist.

Verschlüsselung wäre überfällig

Bereits vor rund eineinhalb Jahren forderte der Whistleblower Edward Snowden Twitter dazu auf, diese Codierungstechnik zu verwenden. Zu groß sei sonst die Gefahr, dass die Direktnachrichten zwischen Nutzern missbraucht werden könnten. 2016 wollte Twitter sich dies durch den Kopf gehen lassen. Ein Gedanke, der jetzt Früchte tragen könnte. Twitter würde so auch interessanter für alle diejenigen werden, die Nachrichten mit sensiblen Inhalten verschicken wollen. Bislang mussten diese Nutzer auf andere Messenger mit Ende-zu-Ende-Technologie wie Threema oder Telegram zurückgreifen.

Warum Twitter-Nutzer jetzt ihre Passwörter ändern sollten, erfahren Sie in einer weiteren Meldung.

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