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Selbstlöschende Posts: Twitter testet Snapchat-Funktion

Nach­richten, die sich nach 24 Stunden wieder löschen - das testet Twitter gerade für Nutzer in Brasi­lien. Damit bekommt der Mikro­blog­ging-Dienst eine beliebte Snap­chat-Funk­tion.

Twitter testet derzeit selbstlöschende Nachrichten Twitter testet derzeit selbstlöschende Nachrichten
picture alliance/Martti Kainulainen/Lehtikuva/dpa
Twitter testet Kurz­nach­richten, die nach 24 Stunden wieder von alleine verschwinden. Die Funk­tion wird zunächst nur in Brasi­lien einge­führt, teilte das Unter­nehmen in einem Blog-Eintrag mit.

Die neuen kurz­lebigen Nach­richten bei Twitter erin­nern an die Stories bei Insta­gram oder die flüch­tigen Mittei­lungen in der Snap­chat-App. Bei Twitter sollen sie "Fleets" heißen, vom Engli­schen "fleet", über­setzt schnell, flüchtig.

Ziel: Weniger Druck und mehr Kontrolle

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Einige Menschen fühlten sich bei Twitter unsi­cher, weil die Tweets öffent­lich und dauer­haft einsehbar seien, heißt es in dem Blog-Eintrag. Daher wolle man den Teil­nehmern ermög­lichen, auf der Platt­form unter weniger Druck und mit mehr Kontrolle Gespräche zu führen. "Fleets" können im Gegen­satz zu herkömm­lichen Tweets auch nicht durch andere Nutzer in einem "Retweet" weiter­verbreitet werden. Auch öffent­liche Kommen­tare zu den "Fleets" können nicht abge­geben werden.

Brasi­lien: Inten­sive Kommu­nika­tion über Twitter

Brasi­lien gehöre zu den Ländern, in den die Menschen beson­ders intensiv über Twitter mitein­ander kommu­nizieren. "Auf der Grund­lage des Tests werden wir erfahren, wie diese neue Kommu­nika­tions­form die Art und Weise verän­dert, wie sie auf Twitter inter­agieren, und ob sie dadurch ihre Gedanken bequemer mitteilen können."

Der Twitter-Konkur­rent Snap­chat gelangte durch seine sich selbst löschenden Text­botschaften und Fotos zu grosser Popu­larität vor allem unter jungen Leuten. Der Erfolg von Snap­chat animierte den Face­book-Konzern dazu, eine ähnliche Funk­tion in Insta­gram einzu­führen.

Ein Mitar­beiter hat mit einer unbe­dachten Äuße­rung in den sozialen Netz­werken eine Negativ-Welle ins Rollen gebracht. Wie weit darf der Arbeit­geber hier rein­reden? Mehr dazu lesen Sie in einer weiteren News.

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