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Twitter verbietet Hasskommentare

Künftig duldet der Kurznachrichtendienst Twitter keine Hasskommentare mehr auf seiner Plattform. Zudem sollen mehr Konten blockiert werden.
Von dpa / Daniel Rottinger
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Twitter hat ein härteres Vorgehen gegen Hassreden und Drohungen versprochen. Neu formulierte Regeln sollen zeigen, dass der Kurznachrichtendienst ein solches Verhalten nicht tolerieren werde, hieß es in einem Blogeintrag [Link entfernt] . Twitter deutete an, dass mehr Konten blockiert oder Nutzer zur Verifizierung mit einer Telefonnummer aufgefordert werden könnten - dies habe sich in der Vergangenheit als effiziente Maßnahme erwiesen, hieß es. Zugleich blieben viele Änderungen in dem neuen Regelwerk eher kosmetischer Natur: Einige Punkte wie das Verbot unerwünschter Spam-Nachrichten oder Gewaltdrohungen wurden einfach nur umgestellt.

Twitter jetzt ohne Hass-Rede?

Kurznachrichtendienst kündigt härtere Gangart anKurznachrichtendienst kündigt härtere Gangart an Neu ist eine Passage, in der ausdrücklich "hasserfülltes Verhalten" untersagt wird, bei dem Twitter-Nutzer wegen ihrer Rasse, Nationalität, sexuellen Orientierung, Alters, Behinderungen oder Krankheiten angegriffen werden.

Twitter steht für Umgang mit Hasskommentaren in der Kritik

Zugleich ist das Problem von Twitter weniger die Härte der Regeln als ihre Umsetzung. Dem Kurznachrichtendienst wird schon seit Jahren vorgeworfen, gegen Tweets mit Hassrede oder Gewaltdrohung nicht schnell genug vorzugehen. Twitter hatte schon Anfang des Jahres eine härtere Gangart versprochen.

Auch Facebook war in den vergangenen Monaten in eine heftige Welle der Kritik vor allem in Deutschland geraten, dem weltgrößten Online-Netzwerk wurde vorgeworfen, zu lasch gegen Hetze gegen Flüchtlinge vorzugehen. Facebook will nach Druck auch aus der Politik unter anderem seine Prüfer besser schulen.

Das aktuelle Vorhaben von Justizminister Heiko Maas sieht vor, dass rechtswidrige Hassbotschaften innerhalb von maximal 24 Stunden aus sozialen Netzwerken verschwinden sollen. Im März 2016 zieht das Justizministerium Bilanz. Laut einem Bericht der Wired lässt die Task-Force, die an einem Plan gegen die Hasskommentare im Netz arbeitet, den Justizminister im Stich und liefert wenig brauchbare Ergebnisse.

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