Gefahr

Fieser Trojaner: Löschen statt Verschlüsseln

Crypto-Trojaner waren gestern: Aktuell befindet sich die neue Schadsoftware Ranscam im Umlauf, welche Daten direkt löscht. Regelmäßige Backups helfen im Notfall.
Von dpa / Daniel Rottinger
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Erpresserische Schadsoftware, die alle Daten auf dem Rechner verschlüsselt, wird seit geraumer Zeit in zahllosen Varianten verbreitet. Nun ist eine neue Ransomware mit besonders perfidem Konzept aufgetaucht. Sie heißt Ranscam und löscht einfach gleich alle Daten statt sie nur zu verschlüsseln, wie dem Nutzer gegenüber in einer Textbotschaft behauptet wird, berichtet Golem.de. Unterm Strich bedeutet das für Betroffene, dass sie kaum eine Chance haben, ihre Daten jemals wiederzusehen.

Erpressung durch Cyberverbrecher und Backup-Empfehlung

Ranscam: Nutzer müssen mit Löschung der Dateien rechnenRanscam: Nutzer müssen mit Löschung der Dateien rechnen Denn bei anderen Krypto-Trojanern besteht wenigstens die Möglichkeit, dass Sicherheitsexperten die Ransomware knacken und ein Entschlüsselungs-Tool anbieten. So oder so raten Experten und Polizei, den Erpressern kein Geld zu zahlen, sondern Anzeige zu erstatten. Der letztlich effektivste Schutz vor Ransomware und Erpressung ist die regelmäßige Sicherung aller oder zumindest der wichtigsten persönlichen Dateien auf externen Datenträgern, die nicht ständig mit dem Rechner verbunden sind. In einer separaten Meldung haben wir weitere Sicherheits­tipps für Sie zusammengestellt.

Mit diesen Tools können Sie Daten wieder entschlüsseln

Für Opfer von Ransomware kann bei der Bestimmung des jeweiligen Krypto-Trojaners die Webseite ID Ransomware hilfreich sein. Zudem haben wir auf teltarif.de über unterschiedliche Gratis-Tools der Virenschutzhersteller berichtet, mit denen sich die Verschlüsselung der prominentesten Crypto-Trojaner aufheben lässt.

In einer weiteren Meldung hatten wir über das aktuelle Sicherheitsupdate für Windows 10 berichtet, welches zahlreiche Bugfixes enthält.

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