Themenspecial 'Computer' Online-Verhalten

So funktioniert die Web­tracking-Daten­bank des Fraunhofer-Instituts

Nicht nur NSA und Co. interessieren sich für die Aktivitäten der Nutzer im Internet. Auch die Werbe­industrie und andere Unter­nehmen wollen wissen, wer welche Seiten besucht. Das Fraunhofer-Institut zeigt auf einer Webseite, wer zuschaut.
Von dpa / Jennifer Buchholz

Nicht nur NSA und Co. interessieren sich für die Aktivitäten der Nutzer im Internet. Nicht nur NSA und Co. interessieren sich für die Aktivitäten der Nutzer im Internet.
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Nicht nur Geheimdienste spionieren Menschen im Internet nach. Auch Unternehmen und die Werbe­industrie verfolgen mittels Tracking das Surf­verhalten von Internet-Nutzern. Das Fraunhofer-Institut für Sichere Infor­mations­techno­logie hat eine Webseite ins Netz gestellt, auf der man mit Hilfe einer Datenbank über­prüfen kann, welche Tracking-Programme auf einer Seite aktiv sind. Dazu gibt es allgemeine Informationen über Tracking und Hinweise, wie Nutzer sich vor ungewollter Verfolgung schützen können.

Für die Datenbank überprüft das Fraunhofer-Institut nach eigenen Angaben regelmäßig mehr als 1 600 Internetseiten. Auf einigen davon seien bis zu 50 verschiedene Tracking-Programme von Seiten­betreibern und Dritt­an­bietern aktiv. Mittels der Daten­bank könne man auch Unter­nehmen entdecken, die Nutzer über mehrere Web­angebote hinweg verfolgen und so detaillierte Profile erstellen können. Meist geschehe dies ohne das Wissen und die Zustimmung der Nutzer. Mithilfe der Seite sollen sich laut Fraunhofer-Institut Verbraucher bewusst machen können, in welchem Umfang Informationen zu ihrem Online-Verhalten gesammelt werden.

Mit Add-ons kann das Webtracking eingedämmt werden

Nicht nur NSA und Co. interessieren sich für die Aktivitäten der Nutzer im Internet. Nicht nur NSA und Co. interessieren sich für die Aktivitäten der Nutzer im Internet.
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Dem Sicht­bar­machen von Web­tracking haben sich auch Add-ons wie Lightbeam [Link entfernt] für den Browser Firefox und Collusion [Link entfernt] für Chrome verschrieben. Sie stellen Web­seiten und verbundene Tracker grafisch dar und zeigen Zusammen­hänge an. Mit Hilfe von Add-ons wie "Do not track me" können Nutzer von Firefox und Chrome die auf Webseiten arbeitenden Tracker angezeigt bekommen und sie auf Wunsch blockieren.

Nicht nur durch den Browser erfolgt das Tracking der Internet-Nutzer. Auch via E-Mail-Tracking werden Verbraucher aus­spioniert.

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