Hands-On

Touchscreen-Router TP-Link Touch P5 ausprobiert: Sinnvoll oder nicht?

Der Touch P5 ist der neue Router mit 4,3-Zoll-Touchscreen von TP-Link. Auf der IFA in Berlin haben wir uns die Display-Funktion des WLAN-ac-Routers angeschaut. Doch muss ein Router in den Zeiten von Smartphone-Apps über ein Display verfügen?
Von der IFA in Berlin berichtet Marleen Frontzeck-Hornke

Der TP-Link Touch P5 im ersten Hands-On-Test Der TP-Link Touch P5 im ersten Hands-On-Test
Bild: teltarif.de - Marleen Frontzeck
TP-Link hat auf der IFA seinen ersten Router mit Touchscreen gezeigt. Wir hatten auf der Messe in Berlin die Gelegenheit, uns einen ersten Eindruck vom Gerät selbst und dessen Touchscreen zu verschaffen. Der Router kommt Ende September in den Handel und kostet 169 Euro (UVP). Die Verarbeitung des Routers ist zumindest bei dem Ausstellungsstück einwandfrei. So haben wir keine scharfen Kanten oder Spalten zwischen den einzelnen Gehäuse-Komponenten festgestellt. Die abnehmbaren Antennen machten in unserem Hands-On ebenfalls einen soliden Eindruck und lassen sich dennoch leicht vom Nutzer wie gewünscht ausrichten.

Der TP-Link Touch P5 im ersten Hands-On-Test Der TP-Link Touch P5 im ersten Hands-On-Test
Bild: teltarif.de - Marleen Frontzeck
TP-Link setzt bei seinem Touch P5 auf ein Gehäuse aus Kunststoff, das wie eine Schale zu den Seiten hin leicht gebogen ist. Die Oberfläche ziert eine Struktur aus unterschiedlich großen Rechtecken und Quadraten, wodurch das Gerät ein modernes, schickes Äußeres erhält. Die Seiten des Routers sind leicht abgerundet. Die drei Antennen hat der Hersteller auf der Rückseite integriert - hier sind auch fast sämtliche Anschlüsse vorzufinden (von links nach rechts): Power, On-Off-Button, USB-3.0-Port, WAN-Port, vier Ethernet-Schnittstellen sowie Reset-Taste. In der linken Router-Seite (mit Blick auf die Rückseite) ist zusätzlich noch ein USB-2.0-Port eingebaut. Auf der Unterseite des TP-Link Touch P5 ist das Kühlungssystem ersichtlich. Zudem ist auf der Unterseite eine Vorrichtung für die Montage des Routers an der Wand zu sehen.

Der Router-Touchscreen im Reaktionstest

Anschlüsse auf der Rückseite des TP-Link Touch P5 Anschlüsse auf der Rückseite des TP-Link Touch P5
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Das Display mit einer Diagonale von 4,3 Zoll ist zentral im Router integriert und lässt sich von allen Seiten gut ablesen. Geschützt wird der Touchscreen von einem speziell gehärtetem und bruchsicherem Glas. TP-Link hat den Touchscreen im Router eingebaut, damit der Nutzer das Gerät einfacher einrichten können soll. Dadurch ist ein Computer für die Installation bzw. Verwaltung nicht mehr notwendig. So lässt sich zum Beispiel ein Gastzugang einrichten. Wer auf den Touchscreen nicht andauernd die Icons angezeigt bekommen möchte, der kann in den Einstellungen eine Uhr als Anzeige auswählen.

In unserem Hands-On haben wir den Touchscreen des Touch P5 ausprobiert. Die Reaktionszeiten sind nicht mit denen eines Smartphone- oder Tablet-Displays vergleichbar. So lassen sich bestimmte Anwendungen per Fingerklick zwar problemlos öffnen, wenn auch etwas langsamer als bei einem durchschnittlichen Smartphone. Zudem reagierte der Touchscreen in unserem ersten Test nicht immer auf die Eingaben mit dem Finger. Ob das nun an dem Ausstellungsstück liegt oder gar dem etwas dickeren bruchsicherem Glas anzulasten ist, können wir nur in einem ausführlichen Test feststellen.

Touchscreen des TP-Link Touch P5 reagiert nicht immer Touchscreen des TP-Link Touch P5 reagiert nicht immer
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Ansonsten sind die Icons gut sichtbar und die Display-Helligkeit lässt sich in den Einstellungen nachregeln. In puncto Auflösung darf der Nutzer vom Touchscreen des TP-Link Touch P5 natürlich nicht die gute Qualität wie bei einem Smartphone mit gleicher Display-Größe erwarten. Es bietet lediglich eine Pixeldichte von 128 ppi, wodurch man die einzelnen Pixel bei den Icons deutlicher wahrnimmt.

Diese Funktionen bietet der TP-Link Touch P5 noch

Der TP-Link-Router verfügt über kein Modem und unterstützt den WLAN-Standard ac. Dabei ermöglicht das Gerät Geschwindigkeiten von bis zu 1,3 GBit/s per 5 GHz bzw. bis zu 600 MBit/s über das 2,4-GHz-Frequenzband. Im Inneren arbeitet ein 1-GHz-Dual-Core-Prozessor. Neben seiner WLAN-Router-Funktion lässt sich der Touch P5 auch wahlweise als Access Point oder Repeater einsetzen.

TP-Link Touch P5 als Repeater oder Acsess Point einrichten TP-Link Touch P5 als Repeater oder Acsess Point einrichten
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Weiterhin unterstützt das Modell die Beamforming-Technologie: Dadurch wird die genaue Position von WLAN-fähigen Endgeräten ermittelt, damit der Router das Signal gezielt in deren Richtung aussenden kann. Dadurch wird zum einen die WLAN-Abdeckung verbessert und zum anderen die WLAN-Reichweite verstärkt. Außerdem hat der Anwender dich Möglichkeit, den Router aus der Ferne zu warten sowie eine Zugriffskontrolle zu nutzen oder eine Sperre für die Web-Oberfläche einzurichten.

Braucht die Welt einen Router mit Touchscreen?

Seitenansicht des TP-Link Touch P5 Seitenansicht des TP-Link Touch P5
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Die Idee, in einen Router ein Display bzw. einen Touchscreen zu integrieren ist nicht neu. So hatte zum Beispiel D-Link im Jahr 2009 mit dem DIR-685 versucht, einen WLAN-Router mit Touchscreen unter die Leute zu bringen. Allerdings verkaufte sich das Modell anscheinend weniger gut, da D-Link danach bisher nicht versucht hat, ein neues Modell mit Touchscreen hierzulande vorzustellen. Eventuell war die Welt darauf noch nicht vorbereitet - aber ist sie es jetzt?

Wie schätzen Sie den Nutzen des Touchscreen im Touch P5 ein bzw. würden Sie sich einen solchen Router zulegen? Immerhin bieten viele Router-Hersteller, darunter auch TP-Link selbst, die Möglichkeit an, per Smartphone- oder Tablet-App den Router zu konfigurieren. Wird ein Touchscreen damit nicht überflüssig? Diskutieren Sie mit - in unserem Forum können Sie uns und anderen Lesern Ihre Meinung dazu mitteilen!

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