Gut und günstig?

Neffos C9 Max: Das Aldi-Smartphone im Alltags-Check

Das Neffos C9 Max gibt es aktuell bei Aldi für unter 100 Euro. Ob sich die Inves­tition lohnt oder ob Sie eine Alter­native bevor­zugen sollten, verraten unsere umfas­senden Eindrücke.
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Einsteiger-Smart­phones für unter 150 Euro erfreuen sich großer Beliebt­heit, das TP-Link Neffos C9 Max fällt in diese Kate­gorie. Ein solches Telefon lohnt sich als Einstieg in die Welt der schlauen Mobil­geräte, Zweit-Smart­phone, Begleiter für den Spröss­ling oder für preis­bewusste Menschen. Wir hatten das Neffos C9 Max bei uns und haben es ausführ­lich im Alltag getestet. Was die Kompo­nenten wie der 6,09 Zoll große Bild­schirm und die 13-Mega­pixel-Kamera leisten, erfahren Sie in diesem Bericht. Das C9 Max gibt es - wie berichtet - derzeit für 99,99 Euro bei Aldi.

Wie gut ist das Neffos C9 Max?
Wie gut ist das Neffos C9 Max?

Neffos C9 Max im Über­blick

TP-LINK C9 Max

Käufer erhalten hier ein Smart­phone, das bedingt durch sein 6,09-Zoll-IPS-Display (1560 x 720 Pixel) relativ kompakt ausfällt. Das Handy kommt auf Abmes­sungen von 157,5 mm x 75 mm x 8,8 mm. Das Herz des C9 Max ist der Chip­satz MediaTek MT6761 alias Helios A22. Ihm steht ein 2 GB großer Arbeits­spei­cher zur Seite, während der Nutzer Daten auf 32 GB sichern kann. An Kameras wurden eine rück­seitige 13-Mega­pixel-Optik und eine 5-Mega­pixel-Selfie-Einheit inte­griert. Die draht­losen Schnitt­stellen sind dank LTE Cat. 7 mit bis zu 300 MBit/s, Blue­tooth 5.0 und Dual-Band-WLAN ordent­lich. Das mit Android 9.0 Pie betrie­bene Dual-SIM-Smart­phone besitzt einen Akku mit 3000 mAh. Der zweite Karten­schacht nimmt entweder eine microSD-Karte oder eine zweite SIM-Karte auf.

Die Rückseite des Neffos C9 Max
Die Rückseite des Neffos C9 Max

Optik und Haptik des Neffos C9 Max

Vor nicht allzu vielen Jahren war bei Einstei­germo­dellen noch ein dicker Balken ober- und unter­halb des Bild­schirms Stan­dard. Mitt­lerweile machen jedoch auch ein Groß­teil der Budget-Tele­fone visuell eine gute Figur. Die Wasser­tropfen-Notch, von TP-Link V-Notch genannt, und die relativ schmalen Ränder um die Anzeige resul­tieren in einem modernen Erschei­nungs­bild des Neffos C9 Max. Die Rück­seite wurde im Metallic-Look gestaltet und wirkt in der von uns getes­teten Vari­ante Nebula Black je nach Licht­einfall Schwarz bis Dunkel­blau. Um die schicke Optik der Rück­seite zu wahren, muss jedoch regel­mäßig das Putz­tuch gezückt werden. Das glän­zende Gehäuse ist ziem­lich anfällig für Finger­abdrücke und Schmutz. An der Unter­seite sind zwei Laut­spre­cher­gitter zu erkennen, das C9 Max besitzt aller­dings nur einen Mono-Speaker. Der verwen­dete Micro-USB-Anschluss ist schade, USB Typ C ist noch nicht voll­ends in der Einstei­gerklasse ange­kommen.

Das TP-Link-Handy liegt gut ausba­lanciert und trotz etwas glatter Rück­seite sicher in der Hand. Der verwen­dete Kunst­stoff wirkt recht weich, aber robust. Wir konnten im Alltag kein Knarzen fest­stellen. Ungleiche Spalt­maße fielen uns eben­falls nicht auf. Gene­rell ist das Mobil­gerät sauber verar­beitet.

Der Bildschirm des Neffos C9 Max
Der Bildschirm des Neffos C9 Max

Das Display des Neffos C9 Max

Auf einer Bild­schirm­diago­nalen von 6,09 Zoll vereint ergibt sich aus den 1560 x 720 Bild­punkten eine Schärfe von 282 ppi. Das ist gewohnter Stan­dard in der unteren Preis­klasse. Die Inhalte wirken entspre­chend vorzeigbar, wenn auch nicht ganz so knackig wie auf höher auflö­senden Displays. Beson­ders gut gefallen haben uns die Farb­treue und die Blick­winkel-Stabi­lität des IPS-Panels. Aller­dings hätte die maxi­male Hellig­keit der Anzeige etwas heller ausfallen können. Bei viel Sonnen­licht wird das Ablesen des Bild­schirms erschwert. Der Touch­screen reagiert meist fix auf Eingaben, bei beson­ders schnellem Tippen auf der Tastatur kam es aber hin und wieder zu Problemen. Schön: der Bild­schirm spie­gelt kaum.

Die Perfor­mance des Neffox C9 Max

Der MediaTek Helio A22 ist ein klas­sischer Einsteiger-Chip­satz mit vier Kernen und maximal 2 GHz Takt. Im Alltag agiert das SoC ausrei­chend schnell, weder Video-Strea­ming, noch das Surfen im Internet oder die Verwen­dung von Apps wie Google Maps oder Gmail bremsen ihn aus. Positiv über­rascht waren wir auch von der 3D-Perfor­mance, so ließ Asphalt 9 zwar bei der Darstel­lung Federn, das Ruckeln hielt sich jedoch in Grenzen. Ob die zuvor geschil­derte Verzö­gerung bei schneller Tasten­eingabe am SoC, der Soft­ware oder am Bild­schirm liegt, ist unge­wiss. Der LTE-Empfang und die gebo­tene Band­breite gehen durchaus in Ordnung. Das GPS-Signal weicht jedoch hin und wieder von der eigent­lichen Posi­tion ab. Im WLAN-Bereich 2,4 GHz macht das Neffos C9 Max eine beson­ders gute Figur und lief dort sogar einem Galaxy S10 davon. Zumin­dest mit unserem Router konnten wir leider keine 5-GHz-Verbin­dung mit dem TP-Link-Handy aufbauen. Bei der Tele­fonie ist VoLTE problemlos möglich, wir wurden während Gesprä­chen gut verstanden und hörten unser Gegen­über klar und in opti­maler Laut­stärke.

Kameras und Akku­lauf­zeit des Neffos C9 Max

Single-Kamera des Neffos C9 Max
Single-Kamera des Neffos C9 Max
Smart­phones im unteren Preis­bereich haben öfters mit mittel­präch­tigen Kameras zu kämpfen, das Neffos C9 Max ist hier keine Ausnahme. Der Sensor löst mit ausrei­chenden 13 Mega­pixel auf, die Licht­stärke ist mit einer Blende von f/2.2 jedoch nicht allzu hoch. Dieses Handy hat eine „Schön-Wetter-Kamera“, bei ausrei­chend viel Sonne entstehen durchaus vorzeig­bare Aufnahmen, Makros und Porträts sogar mit hübschem Bokeh. Bei Innen­aufnahmen, dunk­leren Arealen oder schlechtem Wetter sinkt die Bild­qualität merk­lich. Die Front­kamera ist für Selfie-Fans nur bedingt geeignet. Es tritt recht schnell Farb­rauschen auf und die Schärfe ist relativ gering. Mehr Lob gibt es für die Akku­lauf­zeit. Wir kamen bei inten­siver Nutzung einen Tag und 23 Stunden ohne Steck­dose aus. Der Bild­schirm war 3 Stunden und 46 Minuten bei einer Hellig­keit von 91 Prozent aktiv. Unter anderem kamen YouTube, Chrome, die Kamera, Google Maps und diverse Mobile-Games zum Einsatz.

Fazit zum Neffos C9 Max

Im Prinzip ist dieses Smart­phone ein größ­tenteils gelun­genes Einstei­germo­dell. Vor allem die Akku­lauf­zeit und die Verar­beitung über­zeugen. Eine Kauf­empfeh­lung hängt ganz vom Preis ab. Für die 99,99 Euro bei Aldi (mit beigelegtem Aldi-Talk-Star­terset samt 10 Euro Guthaben) ist das Neffos C9 Max durchaus einen Blick wert. Regulär kostet das Telefon knapp unter 150  Euro. Für diese Summe bekommen Sie etwa ein Moto­rola Moto One mit Dual-Kamera und doppelt so großem Spei­cher (64 GB Flash / 4 GB RAM). Sollten Sie die mittel­präch­tigen Kameras, das wenig akku­rate GPS und die etwas nied­rige Display­hellig­keit des Neffos C9 Max nicht stören, lohnt sich der Aldi-Deal (Nord / Süd).

Eben­falls bei Aldi gibt es momentan den WLAN-Repeater TP-Link TL-WA854RE.

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