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Test: So funktioniert Satelliten-Telefonie im Thuraya-Netz

Telefonie, Technik, Tarife und Sprachqualität unter der Lupe
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Satelliten-Telefonie gibt es seit vielen Jahren, konnte aber nie den Massenmarkt erobern. Anhand eines Satelliten-Telefons, das im Thuraya-Netz funkt, erläutern wir unsere Test-Erfahrungen und stellen ausgewählte Tarife vor.

Der Start von Inmarsat im Jahr 1982 markierte den Beginn der Satelliten-Telefonie, 1999 folgten die Konkurrenten Globalstar und Iridium. Im Jahr 2000 startete das Thuraya-Netz, das wir für diesen Artikel getestet haben. Abgesehen von ACeS, das ebenfalls 2000 startete, aber bisher nur den asiatischen Raum abdeckt, gab es seither keinen neuen Telefonie-Anbieter im Satelliten-Segment mehr. Die Hauptnutzer von Satelliten-Telefonie sind Forschungseinrichtungen, Regierungen, das Militär, Nichtregierungsorganisationen, Reedereien, Fluggesellschaften sowie Medienunternehmen. Allgemeine Informationen zur Satelliten-Telefonie sind auf unserer entsprechenden Ratgeberseite zu finden, zusätzlich bieten wir einen Vergleich der Satelliten-Anbieter.

Thuraya-Netzabdeckung, wechselnde Himmelsposition und Höhenwinkel

Test: So funktioniert Satelliten-Telefonie im Thuraya-NetzTest: So funktioniert Satelliten-Telefonie im Thuraya-Netz Das von uns getestete Thuraya-Netz hat seinen Hauptsitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten und arbeitet momentan mit zwei von ursprünglich drei geosynchronen Satelliten. Der erste Satellit ist aufgrund eines technischen Defekts nicht mehr im Einsatz. Die Netzabdeckung erstreckt sich auf Europa, Asien, Australien sowie das nördliche und mittlere Afrika. Nicht im Versorgungsgebiet liegen der komplette amerikanische Kontinent, die nördliche Hälfte Russlands, die Staaten des südlichen Afrika sowie die Polarregionen. Thuraya deckt damit momentan 140 Länder ab, in denen knapp zwei Drittel der Weltbevölkerung leben.

Hauptmenü des Thuraya XTHauptmenü des Thuraya XT Bei einem geosynchronen Satelliten entspricht die Umlaufzeit um die Erde in etwa der Rotationsdauer der Erdkugel. Die Thuraya-Satelliten bewegen sich in ungefähr 36 000 Kilometer Höhe und haben eine Neigung von 6,2 bis 6,3 Grad zum Äquator. Dies hat zur Folge, dass sowohl der Höhenwinkel als auch die Himmelsposition - von der Erde aus betrachtet - schwanken; wer nicht auf einem freien Feld, sondern beispielsweise in der Häuserschlucht einer Stadt steht, wird das bemerken.

Auf der folgenden Seite verraten wir, woher wir unser Satelliten-Telefon für den Test erhalten haben und mit welchen Kosten zu rechnen ist. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Empfangssituation, der Erreichbarkeit und der Sprachqualität im Thuraya-Netz.

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