Satelliten-Telefon

Das bietet die Satelliten-Telefonie via Thuraya

Thuraya stellt mit dem Thuraya XT ein neues, robustes Satelliten-Telefon vor

Thuraya funktioniert nach GSM-Standard, das heißt, man kann eine terrestrische GSM-SIM-Karte einlegen, sofern das verwendete Netz mit Thuraya ein Roaming-Abkommen hat. Das ist in Deutschland z.B. mit E-Plus und o2 der Fall, kurioserweise jedoch nicht mit Vodafone oder T-Mobile. Das Einbuchen ins E-Plus-Netz oder mit der E-Plus-SIM-Karte ins Thuraya-Netz kann je nachdem einige Minuten dauern oder auch fehlschlagen, hier ist Geduld empfohlen. Wüste - kein Empfang Problem Wüste:
Nix los - und nicht mal Empfang
Bild: dpa

Für E-Plus-Netz-Kunden kosten Anrufe im Thuraya-Netz abgehend 3,14 Euro pro Minute, ankommend sind 2,12 Euro pro Minute zu bezahlen, der Versand einer SMS schlägt mit 53 Cent zu Buche. Alle Verbindungen werden im Minutentakt getaktet. Teilweise können auch SIM-Karten von E-Plus-Discountern verwendet werden, allerdings ist nicht sicher, ob das immer und jederzeit funktioniert. Bei o2 werden abgehend und ankommend die gleichen Preise berechnet.

Für Thuraya spricht, dass das Endgerät schön handlich und praktikabel ist, ferner das (eingeschränkte) Roaming mit terrestrischen Netzen. Dagegen spricht, dass Thuraya nicht flächendeckend weltweit verfügbar ist. Wer eine weltweite Abdeckung benötigt (mit wenigen politisch gewollten Ausnahmen) muss auf Iridium ausweichen. Hierfür ist eine eigene, teure SIM-Karte notwendig, da es außer für Telstra-Australien-Kunden keinerlei GSM-SIM-Karten-Roaming mit Iridium mehr gibt.

Thuraya: Auch Datenübertragung möglich - mit bis zu 384 kBit/s

Bei Anrufen zu Thuraya sollte die Tariflage genau studiert werden, etwa über den teltarif-Tarifrechner. Wird viel telefoniert, kann es sinnvoll sein, wenn beide Parteien eine Thuraya-SIM-Karte erwerben, Thuraya selbst bietet eine Karte auf Prepaid-Basis an, die in einem etwas verwirrenden Einheiten-System ("Units") abgerechnet wird. Eine Unit kostet rund 1 Euro, ist aber bei FoneRecharge auch mehrwertsteuerfrei für etwa 80 Cent zu bekommen. Minutenpreise werden auf der Thuraya-Seite in Units angegeben.

Mit "Thuraya Prepay" kostet eine Verbindung zwischen Thuraya-Telefonen 0,99 Units, was je nach Einkaufspreis einem Minutenpreis von 70 bis 90 Euro-Cents entspricht. Von Thuraya zu einem terrestrischen Netz sind 1,49 Units, also rund 1,06 Euro zu entrichten. Teuer wird es bei Anrufen von Thuraya zu konkurrierenden Satelliten-Netzen (wie Inmarsat oder Iridium), dann kommen 8,0 Units, entsprechend 5,71 Euro zum Ansatz. Eine Kurzmitteilung kostet 0,25 Units, also ab 18 Cent.

Mit "Thuraya Eco" kann "netzintern" schon ab etwa 35 Cent pro Minute (0,5 Units) telefoniert werden, zu terrestrischen Verbindungen sind es rechnerisch minütlich 53 Cent (0,75 Units) und dann ist auch die Datenübertragung möglich, die mit etwa 1,76 bis 5 Euro pro MB abgerechnet wird.

Thuraya-Handys bieten zunächst eine Bandbreite 9,6 kBit/s, mit Datenkompression und Spam-Filter ist die Skyfile-Software ausgestattet, die unnötige Mails (ohne Bilder, HTML oder Anhänge) vermeidet und Kosten sparen hilft. Durch die Datentechnik Thuraya GmPRS (eine Art modifiziertes GPRS) steigt die Datenrate bis 60 bzw. 15 kBit/s im Download bzw. Upload, für diesen Dienst ist eine gesonderte Freischaltung durch Thuraya oder den Thuraya-Provider notwendig.

Bis zu 144 kBit/s ist mit "ThurayaDSL" möglich, einem speziellen Datenmodem, bei ThurayaIP werden 384 kBit/s "garantiert", was in der "Einsamkeit" schon einen wirklich traumhaften Wert darstellt.

Wer mindestens 39 Units auflädt, kann die Karte ein Jahr verwenden, danach gilt eine zweimonatige Toleranzzeit namens "GracePeriod": Hier können als abgehender Anruf lediglich Units nachgeladen werden.

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