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Threema ab Anfang 2017 auch am PC nutzbar

Die nicht-öffentliche Beta-Phase für Threema Web ist gestartet. Derzeit funktioniert der Dienst aber nur mit Android-Smartphones. Anfang 2017 soll der offizielle Startschuss für den Web-Client des Messengers fallen.

Threema geht ins Web Threema geht ins Web
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Der Smartphone-Messenger Threema will vor allem mit hoher Sicherheit und Datenschutz gegenüber den Mitbewerbern punkten. So müssen die Nutzer weder E-Mail-Adresse noch Handynummer angeben, um den Dienst einzusetzen. Bislang stand das Chat-Programm allerdings nur am Mobiltelefon, nicht aber am PC oder Mac zur Verfügung.

Schon vor einiger Zeit hatte Threema einen PC-Client angekündigt. Jetzt gibt es weitere Details zu den Plänen der WhatsApp-Alternative. So setzt Threema auf einen Web-Client, der demnach ähnlich wie WhatsApp Web über den Internet-Browser am Computer funktioniert und die Dialoge, die eigentlich auf der Handy-App laufen, lediglich auf dem Rechner spiegelt.

Vor wenigen Tagen hat Threema die geschlossene Beta-Phase für das neue webbasierte Chatten gestartet. Zugleich hat der in der Schweiz beheimatete Messaging-Anbieter angekündigt, den Web-Client Anfang kommenden Jahres für alle Nutzer freizuschalten. Zunächst soll Threema Web allerdings nur in Verbindung mit Android-Smartphones funktionieren. iPhone und Windows 10 Mobile folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

So funktioniert Threema Web

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Einem heise-Bericht zufolge erfolgt die Verbindung zwischen PC und Smartphone ähnlich wie bei WhatsApp Web: Die Kunden surfen eine Webseite mit einem QR-Code an, der mit der Threema-App auf dem Smartphone eingescannt werden muss. Danach steht Threema Web zur Verfügung. Alle gängigen Browser werden unterstützt.

Dem Bericht zufolge ermöglicht es der Web-Client nicht nur, Textmitteilungen auszutauschen. Auch eine Reihe von Smileys steht zur Verfügung. Dateien lassen sich per Drag and Drop austauschen. Dazu ist die Verbindung zwischen Smartphone-App und Web-Client mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausgestattet. Nach Anbieter-Angaben kommen dafür externe Signaling-Server zum Einsatz.

Threema nach wie vor beliebt

Threema gehört zu den beliebtesten WhatsApp-Alternativen und ist beispielsweise im AppStore für iPhone und iPad noch immer unter den Top 3 der kostenpflichtigen Apps. Viele Nutzer hatte die Anwendung nach der Ankündung der Übernahme von WhatsApp durch Facebook gewonnen.

Allerdings ist das Handling von Threema etwas aufwändiger als bei vielen vergleichbaren Tools. Bei Tests der teltarif.de-Redaktion gab es vor allem Probleme, wenn nicht nur das Smartphone, sondern auch das Betriebssystem gewechselt wurde. Dabei gingen regelmäßig Chat-Gruppen verloren, zu denen man vom jeweiligen Administrator erneut eingeladen werden musste. Derartige Probleme kennen beispielsweise Nutzer von WhatsApp und Telegram nicht.

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