Test

Kampf der digitalen Assistenten: Wie schlägt sich die Novizin Cortana?

Wir werfen einen Blick auf die Fähigkeiten der Helfer und zeigen, wer am sympathischsten ist. Das Endergebnis ist gleichzeitig überraschend und beeindruckend. Jeder der Assistenten ist auf seine Art und Weise durchaus nützlich, gerade dann, wenn das Smartphone ohne Hände bedient werden soll.

In einem ersten Test der Entwickler-Vorschau von Windows Phone 8.1 haben wir uns schon näher mit Cortana, der digitalen Assistentin von Microsoft, beschäftigt. Nun haben wir Cortana gegen Apples Siri und Googles Now-Dienst antreten lassen. Alle Assistenten - der Einfachheit halber haben verwenden wir im Folgenden die männliche Form - mussten dabei einen Parkour mit verschiedenen Fragen durchlaufen. Wir haben dabei herauszufinden versucht, wie die Assistenten mit generellen Fragen und verschiedenen Aufforderungen umgehen.

Befragt wurden sie alle in Englisch, denn Cortana ist momentan zum einen in der Betaphase und zum anderen nur in Englisch verfügbar. Zudem sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass es durchaus sein kann, dass wenn die Aufgabe anders formuliert wird, ein Assistent sie doch beantworten kann. In unserem Test formulierten wir die Frage deshalb je zweimal um.

So schlagen sich die Assistenten bei generellen Fragen

Cortana gegen Siri gegen Google Now. Die drei Assistenten
Foto: teltarif.de
Zuerst hat uns interessiert, wie die Assistenten mit generellen Fragen umgehen. Können sie uns Fragen nach Personen beantworten? Um dies zu testen, haben wir uns zuerst nach George W. Bush erkundigt und dabei nicht genauer spezifiziert, ob wir den Vater oder den Sohn meinten. Während Cortana nur eine Liste mit Suchergebnissen ausgab, zeigten sowohl Google Now als auch Siri entsprechend aufbereitete Wikipedia-Einträge an. Google begann sogar, uns den Eintrag vorzulesen.

Alle drei Assistenten lassen sich auch über Headsets bedienen, deshalb haben wir probiert, ob man unterwegs auch die momentane Uhrzeit erfragen kann. Das Ergebnis: Cortana gab uns erneut nur eine Liste mit Suchergebnissen aus. Siri und der Now-Dienst zeigten sich deutlich auskunftsfreudiger und teilten uns die Uhrzeit mit. Bei komplexeren Fragen wie zu den Kosten eines Bahntickets von New York nach Boston gaben aber alle drei Assistenten auf und zeigten höchstens Suchergebnisse an. Fragen nach dem Wetter oder einer Umrechnung von Euro in Dollar schienen die Helfer dabei glatt zu langweilen.

Die Frage nach dem Leben, dem Universum und Allem beantworteten nur Cortana und Google Now korrekt. Siri zeigte lediglich einen - wenn auch korrekten - Wikipedia-Eintrag an.

Noch braucht es zur Bedienung von Smartphones die Hände

Wie eben erwähnt, lassen sich die Assistenten auch per Headset ansteuern. Uns hat es deshalb interessiert, welche Funktionen dabei unterstützt werden. Der Aufforderung, einen Musiktitel wiederzugeben, kamen alle drei Helfer gerne nach. Auch das Stoppen der Wiedergabe gelang bei Apple und Microsoft ohne Probleme, allerdings brauchte es je nach Dienst eine andere Formulierung. Als Nächstes versuchten wir ein Foto aufzunehmen. Während Siri und Google Now im Englischen beide auf "Mache ein Foto" reagierten, mussten wir Cortana explizit dazu auffordern, die Kamera-App zu öffnen. Das ist zwar kein großer Unterschied, der Satz "Mache ein Foto" fühlt sich aber einfach natürlicher an.

Gerade in Großstädten und bei einer Vielzahl von Restaurants kann es schwerfallen, sich zu orientieren. Wir baten unsere Assistenten deshalb, uns ein chinesisches Lokal in der Nähe zu suchen. Auch hier lieferten uns alle drei ein Ergebnis. Siri und Cortana konnten wir auffordern uns zu einem Restaurant in der Liste zu navigieren. Bei Googles Now-Dienst wäre hierzu ein Druck auf die entsprechende Schaltfläche nötig gewesen.

Auf der folgenden Seite lesen Sie, wie sich Siri, Cortana und Google Now als Sekretärinnen-Ersatz schlagen.

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