Handy-Test

Trekstor Smartphone: Das 160-Euro-Handy mit Android im Test

Android-2.1-Smartphone mit Stylus für Touchscreen-Eingaben
Von Ulf Schneider
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So schnell wird man ein Smartphone-Anbieter: Trekstor [Link entfernt] nahm im vergangenen Jahr Kontakt mit dem chinesischen Unternehmen Huawei auf und kaufte zwei Android-Smartphone-Modelle ein, die das deutsche Hardware-Unternehmen unter eigenem Label verkauft. Mit "Made in Germany" hat das Trekstor Smartphone TSP 21, so der vollständige Name eines der neuen Geräte, somit nichts zu tun. Auffallend an diesem Modell ist vor allem der Kaufpreis von 160 Euro. Wir haben im Handy-Test auf die Stärken und Schwächen des Trekstor Smartphone geachtet.

Keine besonderen Kennzeichen

So sieht das Smartphone von Trekstore aus.Trekstor Smartphone Sicherlich darf man für den Preis kein Designstück erwarten, doch ein etwas ansprechenderes Äußeres des Trekstor Smartphone wäre wünschenswert gewesen. Durch das schlichte Tastendesign und den dunkelblauen Plastikkorpus erinnert das Smartphone an HTC-Frühwerke. Das Trekstor Smartphone ist für ein Touchscreen-Handy auffallend klein geraten, wodurch logischerweise auch die Displaygröße betroffen ist. Mit einem Maß von gerade einmal 4,3 mal 5,8 Zentimeter ist der Touchscreen nicht viel größer als bei einem Standard-Handy. Aus diesem Grund griffen die Macher zu einer weiteren "Retro-Maßnahme": Obwohl das Betriebssystem Android 2.1 komplett auf Fingereingaben ausgerichtet ist, steckt in der Rückseite unten rechts ein ausziehbarer Stylus, durch den man treffsicher die Tastatur bedienen kann. Ein durchaus weiser Zug, wie das Kapitel Handhabung zeigt.

Das Display löst auch bei der Darstellungsqualität keine Begeisterungsstürme aus. Mit den 320 mal 240 Pixel lässt sich auch, wegen der mickrigen 7,1 Zentimeter Bildschirmdiagonale zwar noch gut leben, doch dem TFT-Touchscreen mangelt es klar an Brillanz und Farbintensität. Dafür gibt es im Bereich Verarbeitungsqualität und angesichts des geringen Preises nichts zu meckern. Hochwertige Materialien wurden zwar nicht verbaut, doch das Display reagiert nicht übermäßig sensibel auf starkem Druck und der Plastikkorpus wurde präzise gefertigt, denn auffällige Spaltmaße ist nicht zu erkennen.

Breites Ausstattungsfeld

Angesichts des Kampfpreises sind Ausstattungskompromisse eigentlich unumgänglich, doch zumindest auf dem ersten Blick scheint das Smartphone alles zu bieten, was der Anwender benötigt. Das Trekstor Smartphone funkt im UMTS-Netz, transportiert Daten via HSDPA, Bluetooth und WLAN, navigiert per A-GPS und bringt durch Android 2.1 mit seinem übersichtlichen Aufbau und seinen Personalisierungsmöglichkeiten ohnehin einen gesunden Standard-Bedienungskomfort mit. Weitere Firmware-Updates sind laut Hersteller nicht geplant, aber auch nicht ausgeschlossen aus. Das Smartphone ist von Huawei erworben - Akkudeckel und AkkuHuawai-Akku - Trekstor-Klappe

Bei genauerem Hinsehen treten allerdings eine Reihe von Einsparungen zutage. So wird lediglich der schnelle Download-Standard HSDPA (7,2 MBit/s) unterstützt, nicht aber HSUPA, ebenso wenig der schnelle WLAN-n-Standard. Auch eine aktive Routenführung ist des Weiteren nicht ab Werk möglich, da eine dafür notwendige Software nicht auf dem Handy installiert ist. Google Maps Navigation lässt sich allerdings über den Android-Market nachinstallieren.

Auch beim Thema Speicherplatz macht sich der niedrige Preis bemerkbar, denn die internen rund 155 MB sind ziemlich knapp bemessen. Der microSD-Speicherkarten-Slot unterstützt immerhin Karten mit bis zu 16 GB. Für diejenigen, die das Handy als MP3-Player nutzen wollen, ist das durchaus ausreichend. Relativ bescheiden ist aber vor allem die Kamera-Leistung: Die 3,2-Megapixel-Knipse liefert gerade soviel Qualität, dass die Schnappschüsse noch auf Facebook gezeigt werden können. Bei Innenaufnahmen sind die Ergebnisse meist verschwommen und weisen einen aggressiven Blaustich auf. Videoaufnahmen sind nur in QVGA-Auflösung möglich.

Ansonsten ist das Smartphone mit UKW-Radio, Sprachsuche, allen wichtigen Organizer-Funktionen sowie einem umfangreichen E-Mail-Management gut für den Alltagseinsatz gerüstet. Schön ist zudem, dass es sich als Hotspot nutzen lässt.

Auf der zweiten Seite unseres Testberichts erfahren Sie Näheres zu Sprach- und Empfangsqualität des Trekstor Smartphone.

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