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Samsung Wave S8500 im ersten Test

Angenehm in der Hand, brilliantes Display
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Nach der Vorstellung des Samsung Wave S8500 nutzten wir die Gelegenheit, auch gleich einen ersten Test des Geräts vorzunehmen. Insbesondere interessierte dabei, wie sich das AMOLED-Display und die schnelle CPU in der Praxis bewähren. Denn was nutzt die gute Hardware, wenn sie nicht durch geeignete Software unterstützt wird?

Samsung Wave S8500

Der erste Eindruck war dabei: "Angenehm leicht!" Auch dank seiner Größe deutlich unter der des Apple iPhones liegt das Samsung Wave S8500 gut in der Hand. Ein Teil der Gewichtsreduktion ist aber sicher auf das Material zurückzuführen, und hier gibt es den ersten kleinen Minuspunkt: Plastik ist zwar leichter als Metall, aber auch weniger stabil. Aber das Gerät wirkt solide verarbeitet und sollte bei pfleglichem Umgang lange halten. Das Samsung Wave S8500Liegt angenehm in der Hand

Der nächste Eindruck gilt dem Display: AMOLED verspricht leuchtende Farben, und das total unabhängig vom Blickwinkel. Tatsächlich ist kein Kontrastabfall und keine Farbverfälschung sichtbar, egal, wie man das Samsung Wave S8500 dreht und wendet. Hier hat Samsung also ganze Arbeit geleistet. Die Oberfläche des Displays wirkt sehr glatt, dürfte also tatsächlich recht schmutzabweisend sein. Sollte es doch einmal zu Fettabdrücken kommen, sollten diese recht leicht abwischbar sein.

Auf nur 3,3 Zoll bringt das Display die volle Wide-VGA-Auflösung (480 x 800 Pixel) unter. Das enspricht einer Auflösung von über 280 dpi, ein beeindruckender Wert! Genau hieraus ergibt sich aber auch Kritik: Manchmal wird zuviel auf das im Vergleich zu vielen anderen Touchscreen-Smartphones doch recht kleine Display gepresst. Und dann wird es schwer, die Informationen wahrszunehmen oder gar die kleinen Touch-Icons zu erwischen. Auf der QWERTZ-Touch-Tastatur im vertikalen Modus dürfte nicht nur der Autor dieser Zeilen, der andererseits auf der mit herkömmlichen Tasten ausgeführten QWERTZ-Tastatur des Nokia E71 recht sicher ist, beeindruckende Tippfehlerraten erreichen. Mit einem Dreh des Geräts wird die Tastatur sofort auf volle Bildschirmhöhe aufgezogen und die Tasten werden besser treffbar.

Schnelle Bedienung

MOLED-Display des Samsung Wave S8500Scharf von der Seite Die durchsuchten Menüs sind alle schnell. Das Wechseln von Ansichten, das Öffnen von Bildern oder Starten von Videos dauert kaum einen Augenblick. Hier wirkt sich der schnelle 1-GHz-Prozessor des Samsung Wave S8500 offensichtlich positiv aus. Dennoch konnten wir keine übermäßige Wärmeentwicklung spüren - sonst oft ein Problem von Smartphones mit besonders guten Leistungswerten. Die geringe Wärmeentwicklung lässt auch auf eine hohe Laufzeit bzw. Standbyzeit hoffen. Hierzu hat Samsung bis jetzt noch keine Angaben veröffentlicht.

Einen katastrophalen Eindruck hierließ leider der Browser. Statt der aufgerufenen Webseiten wurden meist nur Fehlermeldungen über Verbindungs- oder gar DNS-Fehler angezeigt. Dieses Problem ließ sich auch auf allen ausgestellten Geräten reproduzieren. In einem Fall brachte gar das Schließen eines noch im Hintergrund laufenden Browser-Fensters das gesamte Gerät zum Absturz.

Die wenigen Seiten, die wir laden konnten, wurden aber sauber angezeigt. Insbesondere das Scrollen geht angenehm schnell und flüssig. Beim Vergrößern und Verkleinern von Seiten per zwei-Finger-Geste wirkt die Erkennung der Fingerposition aber sehr unpräzise. Das Samsung Wave S8500 zeigt seine eigene MeldungDas Wave S8500 zeigt seine eigene Meldung

Ob die vielen Ladefehler mit einem Bug in der Netzwerkimplementation der ausgestellten Vorseriengeräte, einer Überlastung der lokalen Mobilfunk-Zelle oder vielleicht einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren zusammenhängt, lässt sich leider nicht beurteilen. Dass der Fehler auch dann noch auftrat, als die meisten Journalisten bereits gegangen waren und nur noch wenige Samsung Wave S8500 in Benutzung waren, spricht aber für Fehler in der Software der Demonstrationsgeräte.

Fazit: Nach Beseitigung der Kinderkrankheiten ein interessantes Gerät

Bei der Vorstellung des Samsung Wave S8500 wurde eine sehr hohe Integration von Social Media wie Facebook und Twitter mit den herkömmlichen Messaging-Applikationen wie E-Mail und SMS versprochen. In einer Übersicht soll man alle Interaktionen mit einem Kontakt - die letzten Anrufe, Tweets, Blog-Pots, SMS oder E-Mail - übersichtlich angezeigt bekommen. Im kurzen zeitlichen Rahmen einer Messe konnten diese Funktionen nicht getestet werden. Wenn sie aber überzeugend implementiert sind, und zudem die aktuell offensichtlich noch vorhandenen Kinderkrankheiten beseitigt werden, dann hat das Wave die Chance, schon in wenigen Monaten eine neue Welle der Smartphone-Nutzung auszulösen.

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