Test

Das Samsung Omnia II I8000 im Handy-Test

Touchscreen-Smartphone kostet im Online-Handel ab 455 Euro ohne Vertrag
Von Björn Brodersen

Wer Schnappschüsse mit der Handy-Kamera macht, möchte die Bilder später nicht nur auf dem Handy-Display anschauen, sondern auch mit Freunden teilen, auf Webportalen veröffentlichen oder gar ausdrucken. Allein hieran zeigt sich, wie das neue Smartphone Samsung Omnia II I8000 einerseits Maßstäbe setzende Features bietet, an anderer Stelle jedoch auch erhebliche Schwachpunkte aufweist: Zwar sehen die mit der 5-Megapixel-Kamera geschossenen Videos oder Fotos auf dem kleinen AMOLED-Touchscreen des Samsung Omnia II I8000 toll aus, bei vergrößerten Darstellungen auf dem PC-Bildschirm wird jedoch schnell die enttäuschende Foto-Qualität sichtbar. Dieses Pendeln zwischen "gelungen" und "nicht so gelungen" zieht sich wie ein roter Faden durch unseren Testbericht zum Nachfolgemodell des Samsung Omnia i900.

TouchWiz statt Windows Mobile

Samsung Omnia II I8000

Samsung Omnia II I8000 Samsung Omnia II I8000
Foto: teltarif.de
Ausgeliefert wird das 12,3 Millimeter flache und 128 Gramm schwere Samsung-Smartphone mit dem Windows-Mobile-Betriebssystem Version 6.5 Professional. Darauf hat der Hersteller seine eigen-entwickelte Benutzeroberfläche TouchWiz 2.0 gelegt, die sich besser für die Touchscreen-Bedienung per Finger eignet. Scrollbalken, Bestätigungsfelder und Schließen-Buttons im Windows-Mobile-Menü sind einfach zu schmal bzw. zu klein geraten. Allerdings wird das Samsung Omnia II I8000 auch mit einem Stylus ausgeliefert. Wer also partout an der gewohnten Windows-Mobile-Oberfläche festhalten möchte, wird dennoch keine Bedienungsschwierigkeiten auf dem resistiven Touchscreen haben.

In den Menü-Einstellungen kann der Nutzer des Samsung Omnia II I8000 die TouchWiz-Oberfläche aktivieren, so dass sich beispielsweise bei Drücken des bekannten Windows-Buttons am oberen Display-Rand einer der TouchWiz-Homescreens und nicht der Windows-Mobile-Startbildschirm öffnet. Dadurch werden auch die meisten Windows-Mobile-Anwendungen und -Einstellungen durch TouchWiz-UI-Anwendungen und -Einstellungen ersetzt. Während dem Nutzer der Windows-Mobile-Oberfläche wie gewohnt nur ein Startbildschirm zur Verfügung steht, kann der Nutzer des TouchWiz-User-Interfaces per Fingerstreich zwischen fünf verschiedenen Homescreens hin- und herwechseln. Zur Auswahl stehen bei Auslieferung des Handys Homescreens für die Rubriken "Organizer", "Office", "Multimedia", "Internet" und "Andere". Samsung Omnia II I8000 Externe Tasten
Foto: teltarif.de

Wie auf anderen Smartphones mit TouchWiz-Oberfläche wirkt das Samsung-eigene Menü etwas aufgebläht, andererseits lassen sich so die meisten Anwendungen gleich vom Startbildschirm aus starten. Auf den Homescreens kann der Nutzer neue Icons bzw. Shortcuts für Funktionen und Anwendungen anlegen oder entfernen, nicht aber die Anordnung dieser Icons durch einfaches Verschieben den eigenen Wünschen anpassen.

AMOLED-Display und resisitiver Touchscreen

Das berührungsempfindliche Display des Samsung Omnia II I8000 weist eine Bildschirmdiagonale von bis zu 9,4 Zentimetern bei einer Auflösung von 800 mal 480 Pixel auf und stellt 65 536 Farben dar - mehr Farben beherrschen andere Windows-Mobile-Geräte auch nicht. Trotz der spiegelnden Display-Oberfläche sorgt die - auch noch stromsparende - AMOLED-Technologie dafür, dass die angezeigten Inhalte auch bei sehr schrägem Blickwinkel noch vom Bildschirm ablesbar sind. In Farbwiedergabe und Kontrast sind die AMOLED-Displays zurzeit das Maß der Dinge. Fotos und Videos auf dem Omnia II anzuschauen, macht einfach Spaß. Samsung Omnia II I8000 Fotogalerie
Foto: teltarif.de

Leicht von der Hand gehen das Tippen auf der virtuellen QWERTZ-Tastatur oder das kinetische Scrollen beispielsweise im Telefonbuch - hierfür reicht schon leichter Druck auf die Display-Oberfläche aus, das Scrollen durch die Kontaktliste geht schnell und flüssig. Leider steht die großflächigere QWERTZ-Tastatur nicht für alle Arten von Eingaben zur Verfügung. Betreffzeilen und Empfängeradressen bei E-Mails oder Kontaktinformationen im Telefonbuch gelingen nur über die hochformatige herkömmliche Zifferntastatur.

Schwerfällig zeigt sich der Lagesensor im Handy: Es vergehen regelmäßig mehrere Sekunden, bis die Display-Anzeige vom Hoch- ins Querformat oder umgekehrt umschaltet. Wenn die neue Lageansicht endlich hergestellt ist, haben Ungeduldige das Handy schon wieder in die ursprüngliche Lage zurückversetzt und müssen erneut auf die Reaktion des Systems warten. Zudem werden nicht alle Anwendungen im Querformat angezeigt, beispielsweise die Mediengalerien im "Cube" genannten Multimedia-Bereich.

Auf der folgenden Seite lesen Sie mehr über die mobile Internetnutzung mit dem Samsung Omnia II.

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