Eindrücke

T-Mobile G1, HTC Magic und Samsung I7500 im Vergleich

Die Unterschiede der drei ersten Android-Smartphones in Deutschland
Von Björn Brodersen

Seit diesem Monat ist mit dem HTC Magic das zweite Smartphone auf dem deutschen Markt, das unter dem für die Nutzung von Google-Diensten ausgelegten Betriebssystem Android läuft. Der Mobilfunkbetreiber Vodafone verkauft das Google-Handy zurzeit exklusiv für Preise zwischen 1 Euro (mit 24-Monatsvertrag im 59,95 Euro pro Monat teuren Tarif Superflat Internet mit Telefon- und mobiler Surf-Flatrate) und 529,90 Euro (ohne Abschluss eines neuen Laufzeitvertrags). Das HTC Magic tritt gegen das von T-Mobile für 449,95 Euro ohne Vertrag vertriebene Android-Smartphone T-Mobile G1 an, ab Juli kommt mit dem Samsung I7500 das dritte Android-Handy zunächst bei o2 heraus.

Die Leichtigkeit des Seins

HTC Magic

Wirkt das erste Android-Smartphone in Deutschland, das T-Mobile G1, noch etwas plump, so kommt das HTC Magic in gefälligerem Gewand daher. Das mit 11,3 Millimetern gegenüber dem T-Mobile G1 nur unerheblich flachere Smartphone ist im klassischen Barrenformat gehalten und versprüht eine gewisse Leichtigkeit. Das liegt unter anderem an der fehlenden echten QWERTZ-Tastatur, über die das T-Mobile G1 verfügt, dem mit 119 Gramm deutlich geringeren Gewicht und an dem weiß oder schwarz glänzenden, abgerundeten Plastik-Gehäuse. Bedient wird das HTC Magic über sechs Menütasten, eine Lautstärkenwippe, den zentralen Trackball, der größer als beim T-Mobile G1 ausfällt, sowie per Fingereingabe auf Produktfoto vom HTC Magic HTC Magic
Foto: Vodafone
dem Touchscreen.

Der Trackball des HTC Magic hat zwar durchaus etwas Spiel, reagiert aber nach der ersten Gewöhnungsphase des Neubesitzers zuverlässig auf die jeweiligen Drehbewegungen. Anders als bei den neueren Blackberry-Smartphones, die ebenfalls mit der Steuerungskugel ausgerüstet sind, lässt sich allerdings beim HTC Magic die Empfindlichkeit des Trackballs nicht den eigenen Wünschen entsprechend anpassen.

Bei Bedarf kann sich der Nutzer des HTC Magic eine virtuelle QWERTZ-Tastatur auf dem Bildschirm einblenden lassen. Ohne echte Buchstaben- und Ziffern-Tastatur fällt das Tippen von längeren Nachrichten, E-Mails oder Texten aber schwerer. Mit ein wenig Übung bringen es Fingergewandte aber auch im Ein-Finger-System der virtuellen Tastatur zu einem anständigen Tipp-Tempo. Jedenfalls sind die Ziffern- und Buchstabenfelder der virtuellen Tastatur groß genug, um sie zielsicher mit dem Finger zu treffen.

Multitouch-Bedienung derzeit nicht möglich

Produktfoto vom T-Mobile G1 T-Mobile G1
Foto: T-Mobile
Die TFT-Bildschirme verfügen jeweils über eine Diagonale von 3,2 Zoll, lösen 320 mal 480 Pixel auf und stellen lediglich 65 536 Farben dar. Beim HTC Magic ist die Helligkeit des leicht spiegelnden Displays stufenlos regelbar, bei direkter Sonneneinstrahlung kann es jedoch die Reflektierungen auf dem Frontglas kaum überstrahlen. Unter besseren Lichtverhältnissen zeigt das Display des HTC Magic die Inhalte klar und kontrastreich an.

Eine Multitouch-Bedienung wie das Apple iPhone ist zurzeit weder mit dem T-Mobile G1 noch mit dem HTC Magic möglich, auch wenn sie die Bildschirme theoretisch wohl unterstützen können. Zum Vergrößern der Inhalte beispielsweise beim mobilen Surfen im Internet stehen eine virtuelle Bildschirmlupe sowie ein Ausschnittsfenster bereit, im Browser gescrollt wird wie üblich per Fingerbewegung. Unserem Eindruck zufolge schaltet der Lagesensor bei Kippen des Handys das Bild schneller als bei dem auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentierten Testgerät vom Hoch- ins Querformat bzw. umgekehrt. Dieser Formatwechsel funktioniert nicht in allen Anwendungen, die virtuelle Tastatur schwenkt jedoch mit.

Gleicher Hersteller, viele Gemeinsamkeiten

Das HTC Magic und das T-Mobile G1 werden vom gleichen Hersteller gefertigt und weisen weitere Gemeinsamkeiten auf: Beide Geräte können in GSM-Netzen um 850, 900, 1 800 und 1 900 MHz und damit in den meisten Regionen der Welt zum Telefonieren und Nachrichten versenden genutzt werden. In beiden Smartphone-Modellen arbeitet ein Qualcomm-Prozessor MSM7201A mit 528 MHz.

Nach weiteren Gemeinsamkeiten erfahren Sie auf der folgenden Seite mehr über die Unterschiede des HTC Magic und des T-Mobile G1.

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