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Android Auto im Tesla nutzen: So gehts

Eine TeslAA genannte App ermög­licht die Nutzung von Android Auto im Tesla. Der Auto­mobil-Hersteller unter­stützt Android Auto und Apple CarPlay offi­ziell nicht.

Tesla bietet zwar viel­fäl­tige Multi­media-Funk­tionen in seinen Elektro-Autos an. Die Unter­stüt­zung für Apple CarPlay und Android Auto fehlt jedoch. Mit "Bord­mit­teln" ist es daher nicht möglich, auf dem Smart­phone laufende Apps über das im Fahr­zeug vorhan­dene Display zu nutzen. Tesla begründet diese Einschrän­kung damit, Dienste nativ ins Auto bringen zu wollen, sodass die Nutzung von Apple CarPlay und Android Auto über­flüssig sei.

Möchte der Fahrer auf bestimmte, von Tesla nicht ange­botene Apps zurück­greifen, so bleibt nur die Möglich­keit des Blue­tooth-Strea­mings vom Handy zur Car-HiFi-Anlage. Im Xda-Deve­polers-Portal wurde jetzt über eine App mit der Bezeich­nung TeslAA berichtet, die es ermög­lichen soll, Android Auto auch mit dem Tesla zu nutzen. In den USA war die Anwen­dung bereits für 4,99 Dollar im Google Play Store zu finden. In Deutsch­land ist das bislang nicht der Fall.

So funk­tio­niert die TeslAA-App

Android Auto im Tesla Android Auto im Tesla
Quelle: xda-developers.com
Nach der Instal­lation der App muss eine Blue­tooth-Verbin­dung zwischen Smart­phone und Tesla-Multi­media-System herge­stellt werden. Danach wird das Tesla-WLAN mit dem Hotspot des Tele­fons verbunden und über den auf dem Fahr­zeug-Display vorhan­denen Internet-Browser die Webseite www.androidwheels.com aufge­rufen. Im Anschluss sollte die Android-Auto-Benut­zer­ober­fläche auf dem Tesla-Display zu sehen sein.

Wie es im Bericht heißt, streamt die TeslAA-App die Android-Auto-Funk­tion über eine lokale VPN-Schnitt­stelle an den inte­grierten Browser des Tesla. Sollte es Probleme mit der VPN-Verbin­dung geben, wäre den Angaben zufolge auch ein manu­elles Routing möglich. Dabei müsse die IP-Adresse des Tele­fons auf 3.3.3.3 einge­stellt werden. Am besten arbeite die TeslAA-App bei Fahr­zeugen, die auch Unter­stüt­zung für Netflix, YouTube und Disney+ bieten.

Diese Einschrän­kungen gilt es zu beachten

Einige Einschrän­kungen gegen­über der "herkömm­lichen" Benut­zung von Android Auto seien zu beachten. So werde der Stream, der die Android-Auto-Ober­fläche in den Tesla-Browser bringt, nach Einlegen des Rück­wärts­gangs auto­matisch unter­bro­chen. Zudem könne die Verfüg­bar­keit der Android-Auto-Ober­fläche bei längerem Betrieb noch etwas instabil sein. Dennoch sei immerhin ein Anfang dafür gemacht, auf einem Android-Smart­phone laufende Apps über den Tesla-Bild­schirm zu bedienen.

Wie berichtet hat Google vor wenigen Wochen die Dual-SIM-Unter­stüt­zung für Android Auto einge­führt.

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