Themenspezial: Unterwegs Teuer

Tesla verlangt 500 US-Dollar für Radio-Upgrade

Ein Multi­media-Update deak­tiviert bei älteren Teslas den regu­lären Radio­emp­fang. Die Wieder­her­stel­lung des eigent­lich zum Auto gehö­renden Features ist sehr teuer.

Teures Tesla-Update Teures Tesla-Update
Foto: Tesla
Tesla hat sich einen Namen als Hersteller, der das Thema Elek­tro­mobi­lität ein ganzes Stück voran­gebracht hat, gemacht. Neben dem noch vor wenigen Jahren unge­wöhn­lichen Antrieb zeichnen sich die Tesla-Fahr­zeuge aber auch durch ihre Ausstat­tung aus. Das fängt beim riesigen Display an und hört bei den Diensten auf, die sich darüber nutzen lassen.

Beim Thema Multi­media gibt es immer wieder Neue­rungen. Da ist es klar, dass ältere Autos ein Update brau­chen, wenn Services genutzt werden sollen, die es zum Markt­start des Fahr­zeugs noch nicht gab oder die zu diesem Zeit­punkt noch keine große Verbrei­tung hatten. Doch nicht jedes Update wurde für alle Fahr­zeuge bereit­gestellt, wie das Online­magazin Elec­trek berichtet.

Den Angaben zufolge war die Nach­frage nach Tesla Theatre mit Video-Strea­ming von Diensten wie YouTube, Netflix und Twitch, Tesla Arcade mit Video­spielen oder auch TelsaCam und dem Sentry Mode aber so groß, dass der Hersteller sich entschloss, Updates für ältere Modelle von Telsa S und Tesla X anzu­bieten. Seit Anfang 2020 haben Kunden die Möglich­keit, die neue Soft­ware zu bekommen.

Teures Update wurde zum Down­grade

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Foto: Tesla
Den Umstieg auf das neue Multi­media-System ließ Tesla sich vergolden. Stolze 2500 US-Dollar verlangte das Unter­nehmen für die Umrüs­tung, bei der neben der Soft­ware aller­dings auch Hard­ware-Kompo­nenten ausge­tauscht werden. Dafür verbes­serte sich unter anderem auch die Reak­tions­geschwin­dig­keit des Touch­screens. Im Gegenzug wurde der herkömm­liche Radio­emp­fang auf UKW, Mittel­welle und dem ameri­kani­schen Satel­liten­system SiriusXM abge­schaltet.

Warum Tesla für Netflix & Co. den herkömm­lichen Radio­emp­fang, der auch ohne Inter­net­ver­bin­dung auskommt, abge­schaltet hat, ist nicht bekannt. Eine tech­nische Notwen­dig­keit dafür scheint es aber nicht zu geben. Nachdem sich genü­gend Protest unter betrof­fenen Nutzern gerührt hat, bietet Tesla nämlich plötz­lich die erneute Frei­schal­tung des herkömm­lichen Radio­emp­fangs an - für teure 500 Dollar.

Käufer sollen somit erneut einen mitt­leren drei­stel­ligen Betrag zahlen, um eine Funk­tion zurück­zube­kommen, das ihr Fahr­zeug ohnehin bereits an Bord hatte. Wer das neue Multi­media-Paket noch nicht gebucht hat, kann dieses auch zusammen mit der Radio-Option zum Gesamt­preis von 3000 Dollar erwerben. Für diesen Preis kauft so mancher Auto­fahrer einen kompletten Gebraucht­wagen.

Schon im Früh­jahr hatte sich Tesla damit unbe­liebt gemacht, den früher kosten­losen Internet-Zugang im Auto kosten­pflichtig zu machen.

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