Tesla

Tesla: Mehrere Modelle sollen in Brandenburg entstehen

Schon ab Sommer 2021 will Tesla mit der Produk­tion von Elek­troautos in der neuen Fabrik in Bran­denburg durch­starten - mit mehreren Modellen. Die geschätzte Zahl geplanter Autos über­steigt die Summe der ausge­lieferten Fahr­zeuge des vergan­genen Jahres.

Tesla will in Brandenburg mehrere Elektromodelle bauen (im Bild: Elon Musk) Tesla will in Brandenburg mehrere Elektromodelle bauen (im Bild: Elon Musk)
picture alliance/Jae C. Hong/AP/dpa
Der US-Elek­troau­tobauer Tesla will in seiner geplanten Fabrik in Bran­denburg gleich mehrere Modelle herstellen. In Grün­heide bei Berlin sollen im Jahr geschätzt 500 000 Elek­trofahr­zeuge der Modelle 3 und Y sowie künf­tiger Modelle gebaut und montiert werden, heißt es in der Bekannt­machung des Landes­amts für Umwelt im Amts­blatt für Bran­denburg. Die Inbe­trieb­nahme solle im Juli 2021 erfolgen. Im abge­laufenen Jahr 2019 hatte das Unter­nehmen insge­samt rund 367 500 Fahr­zeuge ausge­liefert.

Mit der Bekannt­machung im Amts­blatt ist das Geneh­migungs­verfahren für das geplante Werk offi­ziell eröffnet. In der Fabrik im Kreis Oder-Spree sollen ein Press­werk, eine Gießerei, Karos­serie­rohbau, Lackie­rerei, Sitze­ferti­gung, Kunst­stoff- und Batte­riefer­tigung sowie die Ferti­gung von Antrieb und Endmon­tage unter­gebracht werden. Auch ein zentrales Versor­gungs­gebäude und eine Abwas­serbe­hand­lungs­anlage sind demnach geplant.

Über 3000 Arbeits­plätze geplant

Tesla will in Brandenburg mehrere Elektromodelle bauen (im Bild: Elon Musk) Tesla will in Brandenburg mehrere Elektromodelle bauen (im Bild: Elon Musk)
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Angaben zu geplanten Arbeits­plätzen für die Tesla-Fabrik finden sich im Amts­blatt nicht. Auf seiner Webseite hat Tesla über 30 Jobs für eine "Giga­factory Berlin" ausge­schrieben, darunter einen Const­ruction Super­inten­dent, einen Const­ruction Project Manager und einen Mecha­nical Engi­neering Lead.

Nach bishe­rigen Angaben der Bran­denburger Landes­regie­rung sind in einer ersten Stufe in Grün­heide (Kreis Oder-Spree) über 3000 Arbeits­plätze geplant, Oder-Spree-Landrat Rolf Linde­mann (SPD) hatte im Dezember von bis zu 4000 Menschen gespro­chen.

Bisher hat der Tesla-Vorstand den Kauf­vertrag mit dem Land Bran­denburg über die Fabrik­fläche in Grün­heide noch nicht unter­zeichnet. Danach muss auch noch der Haus­halts­ausschuss des Bran­denburger Land­tags dem Deal zustimmen.

Bran­denburgs Minis­terprä­sident sieht mehrere Stand­ortvor­teile

Bran­denburgs Minis­terprä­sident Dietmar Woidke (SPD) sieht mehrere Stand­ortvor­teile für die Ansied­lung weiterer Unter­nehmen. "Es gibt ein riesen­großes Inter­esse in der Indus­trie, klima­neutral zu produ­zieren und erneu­erbare Ener­gien aus Bran­denburg direkt im Land zu verbrau­chen und in Bran­denburg zu inves­tieren", sagte Woidke der Deut­schen Presse-Agentur. Das Ziel müsse sein, erneu­erbare Ener­gien regional zu gewinnen und "teure Strom­trans­porte über gigan­tische Leitungen" zu sparen. Er nannte auch die Stabi­lität des poli­tischen Systems als Vorteil für Bran­denburg.

Die Unter­nehmens­verbände Berlin-Bran­denburg machen aller­dings Defi­zite in der Qualität des Stand­orts aus und fordern etwa den Ausbau des digi­talen Breit­band­netzes und eine bessere Mobil­funk­versor­gung.

Tesla verlangt für die meisten Daten­dienste ab Januar zusätz­liche Gebühren. Nur für Altkunden bleiben diese kostenlos. Details zu dem Thema lesen Sie in einer weiteren News.

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