Nummern-Umzug

teltarif hilft: Nummernportierung bei Nettokom blieb hängen

Was tun, wenn eine Rufnummer zwei Wochen lang auf dem Verschiebebahnhof von E-Plus zu o2 stecken bleibt? teltarif.de konnte einem Kunden von Nettokom helfen.
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Zum Portfolio des Mobilfunkanbieters Blau, inzwischen eine Marke im Netz der Telefónica, gehört auch die Untermarke Nettokom, die in den Discounter-Märkten der Netto-Handelsgruppe und auf der Internetseite des Mobilfunk-Discounters angeboten wird. Nicht nur beim Original Blau, sondern auch bei den zahlreichen Untermarken findet derzeit eine Verschiebung der Kunden von den bisherigen E-Plus-Systemen auf die neuen Datenbanken der Telefónica statt, wir haben das am Beispiel von Blau ja bereits berichtet.

Beim Umrangieren einer (vorher einmal zu Nettokom portierten) leicht merkbaren Rufnummer eines teltarif.de-Lesers ging offenbar etwas schief. teltarif.de-Leser Florian Keller (Name geändert) konnte seit dem 17.11.2016 keine SMS-Nachrichten und Anrufe mehr auf seiner Nettokom SIM-Karte empfangen. Wenn er abgehend telefonierte, war alles in Ordnung: Telefonate und SMS-Nachrichten gingen problemlos nach draußen.

Keller rief die Nettokom-Hotline an. Dort versprach man ihm, die Fachabteilung zu informieren, doch zunächst passierte weiter nichts. Der Kunde blieb unerreichbar. Schließlich schilderte er seine Erlebnisse in einem Telekommunikationsforum und wandte sich zugleich an teltarif.de. Wir fragten in München bei der Pressestelle von Telefónica nach. Dort konnte der Fall schließlich gelöst werden: 13 Tage nach dem Ausfall war teltarif.de-Leser Keller wieder telefonisch erreichbar.

Unfall im Verschiebebahnhof

Nettokom: Probleme bei der PortierungNettokom: Probleme bei der Portierung Beim Verschieben seiner Kundendaten von der alten auf die neue Plattform war der Rufnummern-Eintrag unterwegs irgendwo stecken geblieben. Normalerweise wird in diesem "Abstellbahnhof" zur Sicherheit alle vier Wochen noch einmal nachgeschaut, ob vielleicht irgendjemand oder irgendetwas vergessen wurde. Nachdem sich der Kunde an teltarif.de gewandt hatte, ging es etwas schneller.

Dieser "Verschiebebahnhof" ist in Wirklichkeit eine Datenbank. In jedem Datenbank-Eintrag steht beschrieben, wohin, also zu welcher SIM-Karte eine (portierte) Rufnummer gehört. Bleibt dieser "Waggon" unterwegs auf den Gleisen stehen, fehlen die Bezugspunkte, ein etwaiger Anrufer erhält eine Fehlermeldung. Das Netz weiß aber schon, dass es diese Karte gibt und dass sie hinaus telefonieren darf. Nur für ankommende Anrufe und Nachrichten fehlt die Information, zu welcher Karte und welchem Datensatz es am Ende gehen soll.

Bekanntlich herrscht bei Telefónica derzeit lebhafter Rangierverkehr. Über 40 Millionen SIM-Karten und die dahinter liegenden Rufnummern müssen am Ende auf das richtige Gleis verschoben und neu angehängt werden - keine einfache Aufgabe.

Dass die technische Umstellung bei einigen Blau-Kunden sogar zu einer Kündigung führte, haben wir in unserem Bericht zu Uralt-Postpaid-Verträgen bei Blau erläutert.

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