Kostenfalle

teltarif hilft: o2 buchte Amazon Music Unlimited ab

Bei Prepaid­karten ist es manchmal myste­riös, wie plötz­lich Zusatz­optionen auf dem Kunden­konto auftau­chen und berechnet werden. teltarif.de musste einem o2-Kunden helfen, der Amazon Music Unli­mited nicht bestellt hatte.

Amazon Music Unlimited als Zusatzoption bei o2 Amazon Music Unlimited als Zusatzoption bei o2
Bild: Telefonica Deutschland / o2 / Amazon
Prepaid­karten erlauben dem Kunden norma­ler­weise volle Kosten­kon­trolle. Den Provi­dern ist es aber mitunter ein Dorn im Auge, dass der Kunde viel­leicht nur wenige Male pro Jahr sein Guthaben auflädt und dies über mehrere Monate abte­lefo­niert - mit derart spar­samen Kunden ist nicht viel Geld verdient.

Darum werben die Provider vermehrt auch Prepaid-Kunden für zusätz­liche Optionen, die monat­lich abge­bucht werden, dazu gehören auch Strea­ming-Abos für Filme, Serien und Musik. Und wer nicht von Anfang an eine Dritt­anbie­ter­sperre gesetzt hat, wundert sich viel­leicht über plötz­lich hohe Rech­nungen. Amazon Music Unlimited als Zusatzoption bei o2 Amazon Music Unlimited als Zusatzoption bei o2
Bild: Telefonica Deutschland / o2 / Amazon

Insge­samt fast 40 Euro Guthaben fehlen

Mitte März schreib uns ein teltarif.de-Leser, der Kunde bei o2 ist:

Bei mir wurde seit dem 02.12. viermal Amazon Music Unli­mited abge­bucht. Weder habe ich einen Vertrag gemacht, und auch keine Buchungs­bestä­tigung erhalten. Ich bin bei o2 Prepaid Kunde und bekam am 02.03. eine SMS, ein Service könne nicht gebucht werden, weil kein Guthaben vorhanden sei. Die Hotline war kosten­pflichtig und konnte nicht helfen. Im o2-Chat war eine Sandra, die mir zwei Buchungen erstatten wollte, die ersten beiden wären zu lange her. Bekommen habe ich eine Buchung in Höhe von 10 Euro. Erst nach dem Tele­fonat mit der Hotline konnte ich zwei der vier Abbu­chungen online einsehen und eine Dritt­anbie­ter­sperre einrichten. Eine geson­derte Abbu­chungs­bestä­tigung gab es viermal nicht.

Nach der einen Gutschrift gab es bei o2 den Online-Chat mit der Mitar­bei­terin nicht mehr. Mir fehlen so fast 30 Euro Guthaben. Den Amazon Music Unli­mited Service habe ich nie benutzt. Meine Musik höre ich bei YouTube und höre meine Musik [dort] über die Music-App vom Tablet mit der Verbin­dung zum Fern­seher und der Musik­anlage. Im o2-Forum gibt es zahl­reiche ähnliche Fälle, und die sind meis­tens über ein Jahr her.

In den vergan­genen Jahren hat der Kunde nach eigenen Angaben das Problem mit dem Guthaben und verkehrten Abbu­chungen schon öfter gehabt, und immer wurde der Fehl­betrag korri­giert, manchmal seien auch die Tele­fon­kosten erstattet worden.

Schritt­weise Erstat­tung durch o2

Nachdem wir mit o2 in der Sache des Lesers Kontakt aufge­nommen hatten, schrieb uns eine Spre­cherin nur ganz kurz:

Ich [...] kann Ihnen [...] schon jetzt mitteilen, dass meine Kollegin aus dem Kunden­ser­vice heute mit Herrn [...] tele­foniert und sich alles aufge­klärt hat.
Das war aller­dings nicht die ganze Wahr­heit und der Kunde darum nur teil­weise zufrieden:
Mir fehlten ja knapp 40 Euro. Erstattet wurden mir bereits 20 Euro, und mir wurden weitere 7,50 Euro in Aussicht gestellt. Das wäre die Summe, die insge­samt abge­bucht wurde. Der Konto­auszug von Amazon besagte, es waren die fast 40 Euro. Im März wurde angeb­lich nichts abge­bucht. Dass der Vertrag mit Amazon seit Dezember bis März bestand und dieser im März gekün­digt wurde, hatte sie bestä­tigt. Ich bin mit der Summe von 27,50 Euro nicht zufrieden.

Mir wurde unter­stellt, ich hätte Amazon Unli­mited benutzt, ich hätte mehrere Musik­titel ange­hört oder down­geloaded. In dem Verlauf bei Amazon befinden sich keine ange­hörten oder down­geloa­deten Musik­titel. Bei Amazon Free kann man gratis Fußball anhören, das habe ich viel­leicht einmal gesucht, und evtl. ein paar (2-3) Musik­titel abge­spielt, und selbst das kann man mit Werbung ohne Amazon Unli­mited. Vielen Dank für Ihre Mühe. Sie haben mir weiter­geholfen, indem ich Kontakt zu o2 hatte.

Wir mussten uns in der Sache also erneut an o2 wenden. Nach einigen Tagen antwor­tete uns die Spre­cherin, man habe nun aus Kulanz die noch ausste­henden 12 Euro auf das Prepaid-Konto des Kunden aufge­laden und ihn darüber infor­miert. Dies bestä­tigte der Kunde und bedankte sich wie folgt bei unserer Redak­tion:
Ich bin heute von o2 ange­rufen worden. Aus Kulanz wurden mir die 12 Euro gutge­schrieben. Vielen Dank für Ihre Mühe.

In einem anderen Fall lehnte o2 zunächst einen Vertrag ohne Grund ab, schickt dann aber doch eine SIM-Karte.

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