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teltarif.de ab sofort auch per IPv6 erreichbar

Gegen die Adressknappheit im Internet: Wir zeigen, welche Vorteile der Schritt von IPv4 zu IPv6 bringt.
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teltarif.de auch per IPv6 erreichbarteltarif.de auch per IPv6 erreichbar teltarif.de ist jetzt auch via IPv6 zu erreichen - wir bieten Ihnen ab sofort den Zugriff auch über den Nachfolger des derzeit führenden Internetprotokolls IPv4. Dabei ist teltarif.de natürlich auch weiterhin per IPv4 erreichbar - dieser Parallelbetrieb nennt sich Dual Stack. Wer also zum Beispiel Hardware oder ein Betriebssystem nutzt, das IPv6 nicht unterstützt, surft auf teltarif.de trotzdem wie gewohnt und muss hierfür auch nichts ändern (wer bereits IPv6 nutzt, natürlich auch nicht). Dabei gilt, dass sich der Anwender in puncto Desktop-Betriebssystem heutzutage quasi keine Gedanken mehr machen muss: Windows bringt seit Vista IPv6-Support mit, Mac OS X seit der Version 10.2 und Linux seit Kernel 2.2.

Um was geht es genau bei IPv6?

Fast jeder, der sich für Themen rund um das Internet interessiert, hat schon einmal von der IP-Adressknappheit gehört. Gemeint ist hier, dass das IPv4-Protokoll "lediglich" rund 4,3 Milliarden IP-Adressen abbilden kann. In den Anfängen des Netzes war dies eine enorm große Zahl - schließlich haben die Initiatoren nicht damit gerechnet, das jeder Computer, jedes Smartphone und viele, viele andere Geräte eine Internet-Anbindung haben werden. Entsprechend wurden die Adressen knapp, und eine neue Lösung musste her, denn ohne Adressen geht es nicht.

Also wurde IPv6 entwickelt: Dies ermöglicht 2 hoch 128 Adressen - ausgeschrieben 340 282 366 920 938 463 463 374 607 431 768 211 456, so dass die Adressknappheit beseitigt ist. Der Einstieg in die neue IPv6-Welt lief und läuft allerdings nicht besonders flott - immerhin wurde IPv6 bereits 1998 standardisiert, also vor rund 18 Jahren, und trotzdem ist IPv4 alles andere als tot.

Wenn die Adressen knapp sind: Warum hat sich IPv6 noch nicht durchgesetzt?

Wenn die Adressen knapp werden, diese aber essentiell für die Internet-Nutzung sind, warum hat sich IPv6 nicht längst durchgesetzt? Nun, "Schuld" daran hat unter anderem die so genannte Network-Address-Translation-Technik, kurz NAT: Sie wird zum Beispiel in deutschen Mobilfunknetzen eingesetzt. Mehrere tausend Nutzer surfen dann über dieselbe IP. Dazu ordnet der Provider die individuellen Verbindungen anhand der verwendeten Ports und der IP-Adressen der Gegenstellen den einzelnen Nutzern zu. NAT hat aber Nachteile, insbesondere können Verbindungen "vergessen" werden, wenn über sie längere Zeit keine Daten fließen.

Warum sollte IPv6 genutzt werden, wenn doch dank NAT auch so alles funktioniert?

Die Beseitigung der IP-Adressknappheit ist nicht der einzige Nutzen von IPv6: So unterstützt IPv6 zum Beispiel Quality-of-Service für die Übertragung von Video und Telefonie in guter Qualität, die automatische Kopplung zweier Geräte ohne Router, zudem sind in IPv6 diverse Sicherheitsfeatures integriert, zum Beispiel zur Verschlüsselung, und vieles mehr. Darüber hinaus gibt es diverse Internet-Dienste wie zum Beispiel Peer-2-Peer-Netzwerke, bei denen die NAT-Nutzung ein Nachteil ist - im ganzen ist die NAT-Variante sowieso nur eine Übergangslösung, die gegen das Ende-zu-Ende-Prinzip des Internets verstößt, da der Endpunkt hinter einem NAT nicht direkt erreicht werden kann.

Ist mein Rechner IPv6-tauglich?

Das ist leicht zu ermitteln: Mittels eines Dienstes wie test-ipv6.com können Sie Ihre IPv6-Konnektivität prüfen. Und wenn Sie mehr zu IPv6 erfahren wollen, legen wir Ihnen unseren entsprechenden Ratgeber ans Herz.

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