Glaskugel

Telekom: Blick in die mobile Zukunft

Ob Single RAN, Small Cells oder die Eliminierung von White Spots - die Deutsche Telekom gibt auf ihrem YouTube-Kanal Einblicke in ihre Zukunftsplanung. Vieles kennen wir bereits.
AAA
Teilen (6)

Regelmäßig stellt die Telekom interessante Produkte und Mitarbeiter auf ihrem YouTube Kanal vor.Regelmäßig stellt die Telekom interessante Produkte und Mitarbeiter auf ihrem YouTube Kanal vor. Einen Blick in die Zukunft des Mobilfunks in 2019/2020 wirft die Deutsche Telekom auf ihrem Videokanal bei YouTube. Im aktuellen Beitrag unterhalten sich in einem 12-minütigen Beitrag Thorben Stange von der Kommunikation der Deutschen Telekom mit Martin Bouchard, dem Leiter Technische Planung und Rollout bei Deutschen Telekom. Dabei geht es diesmal ausschließlich um Mobilfunk und nicht ums Festnetz. Aufmerksamen teltarif.de Lesern wird das meiste schon bekannt vorkommen.

Zukunft Single-RAN

Der Telekom-Netzausbau ist dabei, die bestehende Sendertechnik durch aktuelle Single-RAN-Module zu ersetzen. Dabei werden neue Sender (Radio Access-Network = RAN) verwendet, die per Software jederzeit auf die aktuell benötigte Technologie umgestellt werden können, ob 2G (GSM), 3G (UMTS/HSPA) oder 4G (LTE) und künftig wohl auch 5G. Durch die Umstellung auf Softwaresteuerung wird das Netz viel flexibler. Neben dem Schließen der vielen Funklöcher auf den Autobahnen geht es generell um die Schließung der "white spots" also der Flecken, wo bislang gar nichts geht. Neue Antennentechniken wie 4x4-MIMO (Mehrere Antennen, welche den Nutzer gezielter erreichen können) werden die Versorgung verbessern und die Geschwindigkeit steigern.

Weniger "white spots" und kleinere Zellen

Insgesamt gesehen nimmt die Größe einer Mobilfunkzelle immer mehr ab. Neue "kleinere Zellstrukturen" liegen "über" der Abdeckung der bekannten "Makro"-Sendestationen. Die dabei verwendeten Small Cells (zu deutsch kleine Zellen oder Minisender) haben die Größe eines "Schuhkartons, Größe 46" und verbessern die Netzabdeckung in Fußgängerzonen von Innenstädten oder an anderen belebten Orten, etwa auf Straßen- oder Volksfesten. Sie werden beispielsweise auf oder in sogenannter "Stadtmöblierung" (= Plakatwände, oft mit beweglichen Inhalten) oder auf Telefonsäulen/Zellen montiert.

Die Telekom ist dabei, die vielen "white spots" auszubauen. Nun ist es nicht so einfach, neue Sender aufzustellen, da die Genehmigungsverfahren lange dauern oder sich "Bedenkenträger" gegen schlussendlich mühsam ausgesuchte Sendestandorte "sperren". Hier könnten die Kommunen (Gemeinden) hilfreich vor Ort "vermitteln" und gefundene Standorte lassen sich auch von mehreren Netzbetreibern gemeinsam nutzen.

Vorbereitet auf die Auktion

2019 findet die Frequenzauktion für 5G-Technik statt, die Telekom bereitet sich intensiv darauf vor. Damit werden die Weichen für den Ausbau der nächsten Generation gestellt. Super niedrige Antwortzeiten (Latenzen) und die Unterstützung beim "autonomen Fahren" werden Schwerpunkte von 5G sein.

Regelmäßig veröffentlicht die Deutsche Telekom auf YouTube kurze Videos, die teilweise völlig neue, bislang unbekannte Einblicke in den Netzausbau geben.

Teilen (6)

Mehr zum Thema GSM-Netz