Prognose

Quartals-Ausblick der Telekom lässt auf starke Ergebnisse hoffen

Die Telekom profitiert weiterhin von der positiven Entwicklung des USA-Geschäftes und von den Investitionen ins Netz. Nach einem gut verlaufenen dritten Quartal hat die Telekom ihre Ergebnisprognose daher erneut angehoben.
Von mit Material von dpa
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Die Telekom hat nach einem gut verlaufenen dritten Quartal erneut die Ergebnisprognose angehoben. Im Gesamtjahr sollen beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 22,4 bis 22,5 Milliarden Euro auf der Basis konstanter Wechselkurse erwirtschaftet werden, wie das Dax-Unternehmen heute in Bonn mitteilte. Vorher standen 22,3 Milliarden Euro im Plan. Grundlage dafür ist vor allem das weiter starke Abschneiden in den USA.

Telekom erhöht Ergebnisprognose erneutTelekom erhöht Ergebnisprognose erneut Bereits nach der ersten Jahreshälfte hat der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr höhergesetzt. In Deutschland profitierte die Telekom im zurückliegenden Quartal vor allem durch die hohe Geschwindigkeit des VDSL-Ausbaus (mit Vectoring). Nachdem sich im zweiten Quartal rund 622 000 Kunden für einen neuen VDSL- bzw. Glasfaser-Anschluss (FTTH) entschieden haben, konnte die Telekom die Kundenzahlen in diesem Bereich auf 8,2 Millionen anheben. Die Gesamtzahl der Festnetz- und Mobilfunk-Kunden ging hingegen zurück. Weitere Details zu diesen Angaben finden Sie in unserer Meldung zu den Telekom-Zahlen des zweiten Quartals 2017.

T-Systems beeinflusst Zahlen

Im dritten Quartal belastete den Konzern unter dem Strich eine 1,2 Milliarden Euro schwere Abschreibung auf das schwächelnde Geschäft der IT-Tochter T-Systems. Der Auftragseingang habe sich nicht so entwickelt wie erwartet, sagte ein Sprecher. T-Systems zählt seit Jahren zu den Sorgenkindern des Unternehmens. Erst im Oktober hat die Telekom daher den US-Amerikaner Adel Al-Saleh als neuen Chef von T-Systems berufen. Er wird zum 1. Januar 2018 den Platz von Reinhard Clemens in der IT-Dienstleistungssparte übernehmen und Mitglied des Telekom-Vorstandes werden.

Anders als mit T-Systems konnte der Konzern bei Mobilfunklizenzen der US-Tochter einen Sonderertrag verbuchen, was die Abschreibungen aber nur teilweise wettmachen konnte.

Mit einem Plus von 19,6 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro entwickelte sich der bereinigte Konzernüberschuss im dritten Quartal sehr positiv. Insgesamt rutschte der ausgewiesene Konzernüberschuss im Jahresvergleich aufgrund von Sondereinflüssen um gut die Hälfte auf 507 Millionen Euro ab. Im Tagesgeschäft lief es konzernweit rund, auch dank des deutschen Mobilfunkgeschäfts. Der Umsatz kletterte um 0,8 Prozent auf 18,25 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis um 3,3 Prozent auf 5,72 Milliarden Euro.

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