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Telekom: Handyverträge per Video-Chat freischalten

Ab Juli müssen Besitzer neuer Mobilfunk-Prepaidkarten ihre Identität mit einem Ausweis nachweisen. Die Telekom reagiert schon jetzt. Das Video-Ident-Verfahren startet zunächst für Laufzeitverträge.
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Wer ab 1. Juli eine Mobilfunk-Prepaidkarte in Deutschland kauft, muss seine Identität mit einem entsprechenden Dokument - etwa einem Personalausweis oder Reisepass - nachweisen. Die Deutsche Telekom bereitet sich schon jetzt auf die gesetzliche Neuregelung vor und bietet bereits ab 20. März das Video-Ident-Verfahren an - zunächst allerdings nur für Laufzeitverträge. Darüber informiert das Unternehmen innerhalb der Telekom-hilft-Community auf seiner Webseite.

Der neue Dienst steht jeweils montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 21 Uhr zur Verfügung, wie es weiter heißt. Genutzt werden kann das Angebot über den PC oder Mac bzw. über ein Tablet oder Smartphone. Funktioniert das Video-Ident-Verfahren am Rechner über den Internet-Browser und eine mit dem Computer verbundene Webcam, so kann das Angebot an mobilen Geräten auch über die MagentaService-App in Anspruch genommen werden.

Wie die Telekom weiter mitteilt, wird eine stabile Internetverbindung benötigt. Das kann im Prinzip auch ein UMTS- oder LTE-basierter Online-Zugang sein. Dabei gilt es jedoch zu bedenken, dass für den Video-Chat größere Datenmengen anfassen. Dabei hat es der Netzbetreiber versäumt, genaue Details zur erforderlichen Bandbreite und zur übertragenen Datenmenge zu veröffentlichen. Ebenfalls benötigt wird natürlich ein Ausweis-Dokument.

Video-Ident schon während der Bestellung

Telekom startet Video-Ident-VerfahrenTelekom startet Video-Ident-Verfahren Die eindeutige Identifizierung des Kunden per Video-Chat kann bereits während des Bestellvorgangs erfolgen. Als Alternative kann sich der Kunde nach der Bestellung per E-Mail einen Link zusenden lassen, über den sich das Legitimationsverfahren auch zu einem späteren Zeitpunkt durchführen lässt. Dabei steht der Dienst neben online bestellten Produkten auch für Aufträge zur Verfügung, die über die telefonische Bestell-Hotline geordert wurden.

Wie es in einem von der Telekom veröffentlichten kurzen Film zum Video-Ident-Verfahren heißt, steht die neue Art der Legitimation "demnächst" auch für die Bestellung von Prepaidkarten zur Verfügung. Als Vorteil des Video-Ident-Verfahrens stellt die Telekom heraus, dass Sendungen nicht mehr - wie beim Post-Ident üblich - persönlich angenommen werden müssen. Zudem könne das Angebot immer dann genutzt werden, wenn der Kunde gerade Zeit dafür hat. Viele Provider sind offenbar derzeit noch nicht auf die Neuregelung für die Registrierung von Prepaidkarten vorbereitet. Details zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes haben wir in einer weiteren Meldung zusammengefasst.

Video zum Video-Ident-Verfahren bei der Telekom

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