Breitband

Telekom startet am Mittwoch mit VDSL Super Vectoring

Ab 1. August bietet die Deutsche Telekom Festnetz-Anschlüsse mit VDSL Super Vectoring und bis zu 250 MBit/s im Downstream an.
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Die Deutsche Telekom startet am kommenden Mittwoch, 1. August, mit VDSL Super Vectoring. Das hat Dirk Wössner, Chef von Telekom Deutschland, im Rahmen einer telefonischen Pressekonferenz bekanntgegeben. Die Vorvermarktung des Festnetz-Tarifs, der für den Internet-Zugang Bandbreiten von bis zu 250 MBit/s im Downstream und 40 MBit/s im Upstream ermöglicht, wurde bereits im Juni gestartet.

Tests für die schnelleren Internet-Zugänge im Festnetz hatte die Telekom im Vorfeld der Vermarktung bereits im Rahmen eines Pilotprojekts im Rheinland durchgeführt. 1000 Test-Haushalte profitierten dabei schon von VDSL Super Vectoring. Ab 1. August ist die Technik zunächst für sechs Millionen Haushalte verfügbar. Bis zum Jahresende will der Bonner Telekommunikationsdienstleister die Verfügbarkeit auf 15 Millionen Haushalte steigern.

Wie Wössner erläuterte, werden mit VDSL Super Vectoring mindestens 100 MBit/s im Downstream erreicht. 75 Prozent der Kunden sollen mindestens 175 MBit/s bekommen. Entscheidend sei - wie auch bei den bisherigen DSL-Anschlüssen - die Leitungslänge. Immer wichtiger werde auch der Upstream, beispielsweise um Videos zu teilen. Dabei will die Telekom den Super-Vectoring-Kunden mindestens 20 MBit/s garantieren.

MagentaZuhause XL ist Voraussetzung

Telekom-Deutschland-Chef Dirk WössnerTelekom-Deutschland-Chef Dirk Wössner Voraussetzung für die Nutzung der neuen Technik ist der Tarif MagentaZuhause XL, der auch ohne zusätzlichen Mobilfunkvertrag bei der Telekom eine Allnet-Flat für Telefonate mit sich bringt. Der Tarif kostet für Neukunden im ersten halben Jahr nach Vertragsabschluss 19,95 Euro pro Monat. Der reguläre Monatspreis beträgt 54,95 Euro. Für 9,95 Euro monatlich können die Kunden EntertainTV hinzubuchen. In diesem Preis ist auch der Media Receiver bereits enthalten.

Wie bereits berichtet bietet die Telekom mit dem Speedport Smart 3 einen neuen Router für VDSL Super Vectoring an. Zudem sei auch der bereits im Markt verfügbare Speedport W925v für die neuen, schnelleren Internet-Anschlüsse im Festnetz der Deutschen Telekom geeignet. Dazu kommen Endgeräte anderer Hersteller wie AVM und TP-Link.

Schnell höhere Bandbreiten für viele Kunden

Die Entscheidung, vor dem Glasfaser-Ausbau auf VDSL Super Vectoring zu setzen, verteidigte die Telekom. Auf diesem Weg sei es auch kurzfristig möglich, höhere Bandbreiten für einen großen Teil der Kunden anzubieten. Dazu müsse in den bestehenden Verteilerkästen lediglich eine Steckkarte eingesetzt werden. "Buddeln" sei nicht erforderlich. Der großflächige Glasfaser-Ausbau könne etwa Jahre dauern. Mit Super Vectoring könne die Telekom den Kunden sozusagen die Wartezeit auf den Gigabit-Anschluss verkürzen und bereits größere Übertragungsgeschwindigkeiten anbieten.

Bis Ende 2019 rechnet die Telekom Netzbetreiber-übergreifend damit, dass rund 95 Prozent der Kunden Internet mit mindestens 50 MBit/s zur Verfügung haben. Die letzten fünf Prozent zu versorgen, sei allerdings aufwändig und teuer. Dabei setze man auf einen Technologie-Mix. Das heißt, je nach Standort müssen Interessenten auch mit einer funkbasierten Lösung auskommen. Schon jetzt vermarktet die Telekom Hybrid-Anschlüsse, bei denen DSL und LTE gebündelt zu höheren Übertragungsgeschwindigkeiten beitragen.

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