VDSL-Warten

Telekom-VDSL-Double-Play-Angebote: Warten auf die Mitbewerber

Entertain-Kunden können Programm-Manager künftig kostenlos nutzen
Von Thorsten Neuhetzki

Die Deutsche Telekom wartet mit der Einführung ihrer VDSL-Doppel-Flatrate-Angebote offenbar auf ihre Mitbewerber. "Wir möchten uns nicht dem Vorwurf aussetzen, dass wir den Wettbewerb verzerren und die ersten Kunden für unser Retail-Geschäft abschöpfen", sagte Christian Illek, Marketingchef der Deutschen Telekom, im Interview mit der Nachrichtenagenur dpa-AFX.

Bereits im Frühsommer hatte die Deutsche Telekom testweise Bestellungen für VDSL-Doppel-Flatrate-Angebote angenommen. Sie sollten zum Testen des Bestellsystems und der Arbeitsprozesse dienen, aber ein reguläres Angebot darstellen - wenngleich die Kunden den Anschluss verbindlich bestellt haben. Bisher waren die VDSL-Anschlüsse der Deutschen Telekom, die wahlweise einen Downstream von 25 oder 50 MBit/s und einen Upstream von 5 bzw. 10 MBit/s bieten, nur in Verbindung mit einem Entertain-Tarif, also der gleichzeitigen Buchung von IPTV, zu haben.

Grund für diese Abgrenzung war, dass ein IPTV-Paket auf VDSL ein innovatives Produkt darstellt, das nicht der Regulierung unterliegt. Will man nun aber normale Doppel-Flatrate-Angebote anbieten, so besteht die Gefahr der Regulierung. Die Deutsche Telekom hatte sich daher schon im Vorfeld mit ihren Mitbewerbern 1&1 und Vodafone über einen Zugang zum VDSL-Netz geeinigt. Die können künftig ebenfalls VDSL-Anschlüsse als Resale-Produkt anbieten. Mit dem Start wird nun "im Herbst" gerechnet.

Programm-Manager für alle Entertain-Kunden kostenlos inklusive

Entertain-Kunden können künftig den Programm-Manager in allen Anschluss-Paketen kostenlos nutzen. Das bestätigte ein Sprecher der Telekom gegenüber teltarif.de. Mit dem Programm-Manager ist die Programmierung von Aufzeichungen auch aus der Ferne per Internet oder Handy möglich. Bisher war diese Option nur im teuersten Entertain-Paket kostenlos inklusive, andere Kunden mussten 4,95 Euro pro Monat zahlen. Bestands- und Neukunden sollen demnach nach der IFA von der Änderung profitieren.