Reaktion

Telekom-Techniker: "Wir arbeiten diskriminierungsfrei"

Die Telekom weist die Vorwürfe des VATM zu Service-Mängeln beim Telekom-Techniker-Service zurück. Vielmehr fordert die Telekom vollautomatische Wechselprozesse. Einen Unterschied zwischen eigenen und externen Kunden mache man nicht.
Von Thorsten Neuhetzki
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Die Deutsche Telekom reagiert auf die Kritik des VATM bezüglich der Service-Qualität der Techniker, die im Auftrag der Deutschen Telekom an den Leitungen zu den Kunden arbeiten. Der Wettbewerbsverband hatte gestern bemängelt, dass es hier Defizite in der Qualität gebe. In einer schriftlichen Reaktion, die unserer Redaktion vorliegt, weist die Telekom die Anschuldigungen jedoch von sich. "Statt die Schuld alleine auf die Telekom zu schieben, sollten die Wettbewerber lieber mit dafür sorgen, dass wir schnell vollautomatische Wechselprozesse im gesamten Markt bekommen", heißt es dort. Das sei die wichtigste Maßnahme, um endlich reibungslose Wechselprozesse für Kunden gewährleisten zu können. "Die Servicetechniker der Telekom sind nicht die Schwachstelle beim Anbieterwechsel", ist sich der Bonner Anbieter sicher. Auch geht er auf das in dieser Woche von der Bundesnetzagentur verhängte Bußgeld wegen des schleppenden Anbieterwechsels ein. Die ersten Bußgelder wegen Problemen im Wechselprozess seien gegen Wettbewerber verhängt worden. "Die Schuld alleine auf die Telekom zu schieben, ist daher zwar bequem, aber falsch."

Telekom: "Wir brauchen Subunternehmern wegen ungenauer Wettbewerber-Prognosen"

Die Telekom ist vom eigenen technischen Service überzeugtDie Telekom ist vom eigenen Technischen Service überzeugt Zu den Vorwürfen, die Techniker betreffend, hieß es aus Bonn, die Telekom setze zum weitaus größten Teil eigenes Personal im Technischen Service ein. "Dass wir auf Subunternehmer zurückgreifen müssen, liegt auch daran, dass die Wettbewerber uns teilweise sehr ungenaue Prognosen zu ihrem Bedarf nennen und wir unvorhergesehene Auftragsspitzen dann extern auffangen müssen." Zudem weist die Telekom die Behauptung zurück, dass externe Dienstleister per se schlechter arbeiten würden. "Sie werden gut ausgebildet. Wir kontrollieren die Qualität unserer Subunternehmer systematisch und steuern bei Bedarf nach." Der VATM hatte gestern gefordert, den Technischen Service in eine eigene Gesellschaft auszulagern. Für die Bonner ist das jedoch keine gute Idee. Ein solcher Schritt mache die Prozesse unnötig kompliziert, heißt es: "Die Schaltungen müssen in unseren Systemen und in unserem Netz realisiert werden. Was soll eine externe Gesellschaft da besser machen?" Zudem würde der Technische Service nicht zwischen eigenen und externen Kunden unterscheiden. "Wir arbeiten diskriminierungsfrei und das prüft auch die Bundesnetzagentur", so die Telekom abschließend.

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