Bestätigt

T-Systems-Umbau: Neue Telekom-Töchter für Sicherheit & IoT

Heute kam die Bestä­tigung: Die Telekom will alle Geschäfts­kunden künftig direkt bedienen, entspre­chende Abtei­lungen von T-Systems werden verla­gert.
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Wir hatten schon berichtet: Die Deut­sche Telekom will ihre System­kunden-Tochter T-Systems umbauen. Das hat das Unter­nehmen heute offi­ziell bestä­tigt. Wenn der Aufsichtsrat mitspielt, wird sich der Zuschnitt zwischen der T-Systems und der Telekom Deutsch­land ändern. Der Vorteil: Ein zusätz­licher Perso­nalabbau sei dabei nicht geplant. Um die Konzern­stra­tegie im Feld „führend bei Geschäfts­kunden-Produk­tivität“ konse­quent umzu­setzen, sieht der Plan folgendes vor: In der Telekom Deutsch­land entsteht eine neue „inte­grierte Einheit“ für die TK-Services der Geschäfts­kunden. Sie wird den bishe­rigen Geschäfts­kunden-Bereich der Telekom Deutsch­land sowie die Abtei­lungen „TC Services“ und „Clas­sified ICT“ der bishe­rigen T-Systems umfassen.

Außerdem möchte T-Systems durch zwei Ausgrün­dungen am Markt schneller werden. Dazu werden die Geschäfts­einheiten „Secu­rity“ und „IoT“ (Internet of Things) in selbst­stän­dige GmbHs ausge­lagert, bleiben aber Teil von T-Systems. Das alles soll im ersten Halb­jahr 2020 in Kraft treten.

Konnek­tivität unter einem Dach

Der charismatische T-Systems Chef Adel Al Saleh hat den Super-Tanker T-Systems wieder ausgerichtet. Geschäftskunden werden komplett zur Telekom Deutschland überführt.Der charismatische T-Systems Chef Adel Al Saleh hat den Super-Tanker T-Systems wieder ausgerichtet. Geschäftskunden werden komplett zur Telekom Deutschland überführt. „Mit der neuen inte­grierten Einheit für TK-Services verfolgen wir das Ziel, die Effi­zienz für unsere Kunden zu erhöhen. Unsere Kunden wollen, dass es einfach ist, mit uns Geschäfte zu machen. Sie wollen auf ein Team zurück­greifen, das die komplette Wert­schöp­fungs­kette abdeckt.“, betont Telekom-Vorstand und T-Systems-Chef Adel Al-Saleh. „Mit dieser Aufstel­lung schaffen wir eine Einheit mit durch­gängiger Verant­wortung. Die Produkt­entwick­lung und Manage­ment, Kunden­service und tech­nischer Vertrieb soll unter einem Dach ange­boten werden. Die Abtei­lungen „TC Services“ und „Clas­sified ICT“ (sie bedient im Wesent­lichen extra abge­sicherte Behör­dennetze) werden von T-Systems zum Geschäfts­kunden­bereich der Telekom Deutsch­land wech­seln. Betroffen sind sowohl das natio­nale wie auch das inter­natio­nale TK-Geschäft.

Trans­forma­tion geht weiter

Die geplanten Verän­derungen setzen die gene­relle Umor­gani­sation („Trans­forma­tion“) bei T-Systems nicht außer Kraft. Die beschlos­senen Maßnahmen laufen unver­mindert weiter. „Sobald der Aufsichtsrat grünes Licht gibt, werden wir mit den Sozi­alpart­nern die notwen­digen Schritte verhan­deln und zwar „ohne Abbau von Arbeits­plätzen“, betont Adel Al-Saleh. „Die laufende Trans­forma­tion besei­tigt Defi­zite und hilft uns bei Umsatz, Auftrags­eingang und Gewinn. Wir werden alle Geschäfts­felder von T-Systems weiter­entwi­ckeln – und so ein attrak­tiver Arbeit­geber bleiben.“ Die kommu­nizierten Finanz­ziele des Unter­nehmens bleiben davon unbe­rührt.

Netze sind schon immer bei der Telekom

Auf Nach­frage erläu­terte uns eine Spre­cherin der Telekom, dass die wich­tigen Netze (Fest­netz/Mobil­funk) die Telekom immer selbst betrieben hat. T-Systems hat die Leis­tung bisher „intern“ einge­kauft und daraus Pakete an große Mittel­ständler (mit inter­natio­nalem Geschäft) und Konzerne geschnürt und verkauft. Durch den Umbau kommt jetzt alles an einer Stelle zusammen, und zwar dort, von wo bisher nur die kleinen Mittel­ständler bedient wurden: Im Geschäfts­kunden­bereich der Telekom Deutsch­land. Der betreut – wenn der Aufsichtsrat im September zustimmt – dann alle Unter­nehmens­kunden, von großen Konzernen bis zum ganz kleinen Ein-Mann-Unter­nehmen (SoHo).

Arbeit von Adel Al-Saleh scheint zu wirken

Die System­tochter T-Systems galt bis zum Amts­antritt von Adel Al-Saleh als unüber­sicht­lich bis schwierig. Während große Unter­nehmen über T-Systems alles von der Computer-Maus bis zum Groß­rechen­zentrum bezogen, wird heute verstärkt auf Kosten geachtet. Dadurch war T-Systems in vielen Fällen oft nicht (mehr) konkur­renz­fähig.

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