Zwischenbilanz

Ein Monat StreamOn von der Telekom: Viele Dienste fehlen noch

Auch einen Monat nach dem Start fehlen bei StreamOn von der Telekom noch Angebote wie Spotify und maxdome. Technisch funktioniert das Zero Rating indes wie vom Netzbetreiber versprochen.
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Vor einem Monat ging StreamOn von der Deutschen Telekom an den Start. Damit haben die Kunden des Bonner Mobilfunk-Netzbetreibers mit einem Laufzeitvertrag die Möglichkeit, Audio- und Videostreaming zu nutzen, ohne das Datenvolumen des Tarifs zu belasten. Das gilt allerdings nur für Partner-Angebote der Deutschen Telekom, die wiederum angekündigt hat, alle Anbieter von legalen Streaming-Plattformen als Partner zu akzeptieren.

Bei der Umsetzung weiterer Partnerschaften hapert es allerdings noch, denn vier Wochen nach dem Start von StreamOn ist kein weiteres Angebot hinzugekommen. Bereits Anfang April erklärte die Telekom im Rahmen der Vorstellung der neuen Streaming-Option, man rede beispielsweise mit maxdome. Bei Spotify müssten wiederum noch technische Voraussetzungen erfüllt werden.

Beide Anbieter sind nach wie vor nicht bei StreamOn vertreten und auch andere Dienste wie Deezer oder Google Play Musik, die ARD-Mediathek oder Zattoo, TuneIn Radio oder Radio.de sucht man nach wie vor vergebens. Dabei stellt sich die Frage, ob die Hürden für den Zugang zu StreamOn für potenzielle Plattform-Betreiber doch recht hoch sind oder ob Unternehmen wie Phonostar, Tidal oder Magine TV am Zero Rating im Telekom-Netz schlicht kein Interesse haben.

Sollten ursprünglich mehr Streamingdienste dabei sein?

Zwischenbilanz nach einem Monat StreamOnZwischenbilanz nach einem Monat StreamOn Nachdenklich stimmt eine Liste von 19 angeblichen Telekom-Partnern für StreamOn, die im Vorfeld der offiziellen Ankündigung der Option durchgesickert war. Dazu gehörten auch einige Angebote, die bei der Vorstellung des Streaming-Angebots dann doch nicht mit dabei waren. Dabei ist unklar, warum die Kooperationen, die offenbar tatsächlich geplant waren, nicht zustandegekommen sind.

Während es mit der Aufnahme neuer Partner bei StreamOn offenbar noch einige Zeit dauert, hat die Telekom nach den Erfahrungen der teltarif.de-Redaktion die Technik durchaus im Griff. Wird mit einem Mobilfunkvertrag, bei dem die Option eingerichtet wurde, auf ein Streaming-Angebot zugegriffen, bei dem das Zero Rating greifen soll, dann funktioniert das auch zuverlässig.

Einige Anwender beklagen beispielsweise im Telefon-Treff-Forum, dass etwa bei der Nutzung der ZDF-Mediathek bzw. bei Amazon Prime Video kleinere Datenmengen angefallen sind. Hintergrund könnte aber auch das Surfen innerhalb der jeweiligen Apps sein, das in der StreamOn-Option nicht enthalten ist. Nach wie vor ist es allerdings unklar, ob die Telekom die Streaming-Option in der jetzigen Form dauerhaft anbieten kann. In einer weiteren Meldung berichten wir darüber, dass die Bundesnetzagentur mit der Anhörung zur Netzneutralität startet.

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