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Telekom: "Wir bieten StreamOn auch in Zukunft an"

Die Deut­sche Telekom will StreamOn auch in Zukunft anbieten und kommt den Forde­rungen der Bundes­netz­agentur nach. Die Optionen sollen für die Kunden kostenlos bleiben.
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Wie berichtet hat das Ober­verwal­tungs­gericht Münster entschieden, dass die StreamOn-Optionen in der bishe­rigen Form von der Deut­schen Telekom nicht weiter ange­boten werden dürfen. Das Gericht folgte damit der Rechts­auffas­sung der Bundes­netz­agentur, die die Dros­selung von Video­streams auf 480p bei StreamOn als nicht mit dem Gebot der Netz­neutra­lität vereinbar ansieht. Zudem verstoße die Telekom gegen die EU-Roaming­verord­nung, indem sie StreamOn nur inner­halb Deutsch­land und nicht im EU-Roaming anbiete.

Wir haben bei der Pres­sestelle der Telekom nach­gefragt, wie das Unter­nehmen mit der Entschei­dung umgehen wird, zumal das nach wie vor laufende Haupt­sache­verfahren keine aufschie­bende Wirkung hat. "Wir werden StreamOn auch in Zukunft anbieten", so die Telekom. Die Optionen seien bei den Kunden wie auch bei den Inhal­tean­bietern, die man als Partner gewonnen habe, beliebt. Daher halte die Telekom daran fest.

Wie die Pres­sestelle des Bonner Mobil­funk-Netz­betrei­bers weiter ausführe, hoffe der Konzern darauf, dass die Bundes­netz­agentur eine nicht näher bezeich­nete ange­messene Frist für die Umset­zung der Anord­nung einräumt. Man werde weiter dafür kämpfen, StreamOn in der aktu­ellen Form anbieten zu können, komme der Anord­nung aber zunächst nach und werde beide bean­stan­deten Punkte wie vom Regu­lierer verlangt umsetzen.

StreamOn bleibt kostenlos

StreamOn läuft weiterStreamOn läuft weiter Die StreamOn-Optionen sollen auch in Zukunft ohne Aufpreis ange­boten werden. Das war für die Strea­ming-Ange­bote schon seit dem Start der Fall, die Gaming-Option ist seit Juni ohne Aufpreis buchbar. Die neue Social-&-Chat-Option ist zunächst für Kunden, die sich bis Anfang September dafür entscheiden, gratis. Danach soll nach den bishe­rigen Planungen ein Aufpreis von 4,95 Euro pro Monat anfallen.

Mit der Umset­zung der Anord­nung werden Video­streams künftig nicht mehr auf 480p begrenzt, sondern in der Auflö­sung über­tragen, die der Diens­tean­bieter über­trägt. Das kann für Kunden im Einzel­fall sogar ein Nach­teil sein. Bei schwa­chem LTE-Signal oder in einer stark ausge­lasteten Funk­zelle ist die Wahr­schein­lich­keit, dass ein gedros­selter Stream noch störungs­frei über­tragen wird, höher als bei voller HD-Band­breite.

Ein großer Vorteil für die Kunden ist indes die Möglich­keit, StreamOn auch im EU-Roaming nutzen zu können. Im Gegenzug könnte die Telekom die Fair-use-Policy, die für die mobile Internet-Nutzung im euro­päischen Ausland ausdrück­lich vorge­sehen ist, auch abseits der Flat­rate-Tarife MagentaMobil XL und MagentaMobil XL Special einführen, sodass der Daten­verbrauch im Roaming zumin­dest plan- und begrenzbar bleibt.

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