Zero Rating

StreamOn: Telekom hofft auf Er­geb­nis "im Interesse der Kunden"

Die Telekom hofft, StreamOn weiter wie gewohnt anbieten zu können. Man habe dem Regulierer seine Argumente nochmals dargelegt. Die Bundesnetzagentur hatte den Netzbetreiber zur Nachbesserung aufgefordert.
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Seit April bietet die Deutsche Telekom ihre StreamOn-Optionen an, mit denen sich Musik- und Videostreaming-Dienste nutzen lassen, ohne dass das beim Streaming anfallende Datenvolumen die Inklusivleistung des Tarifs belastet. Genauso lange wie das Angebot selbst sind die kritischen Stimmen, die die Netzneutralität durch StreamOn verletzt sehen.

Im Oktober hatte die Bundesnetzagentur entschieden, dass die Telekom-Option grundsätzlich rechtens ist. Einige Punkte hatte der Regulierer aber kritisiert. So fordert die Behörde die Telekom auf, StreamOn auch im Ausland anzubieten. Zudem dürfte die Telefongesellschaft Video-Streamings nicht anders als Audio-Angebote behandeln. Sprich: Wenn die Telekom Videos in der Bandbreite beschränkt, muss sie das im Audiobereich genauso handhaben.

Frist zur Nachbesserung läuft ab

Die Telekom will StreamOn weiter anbietenDie Telekom will StreamOn weiter anbieten Die Bundesnetzagentur hatte der Telekom ursprünglich eine zweiwöchige Frist zur Nachbesserung eingeräumt. Später wurde der Termin auf den 10. November verschoben. Die Telekom-Pressestelle erklärte gegenüber teltarif.de, man befinde sich in Gesprächen und für die Kunden ändere sich vorerst nichts.

Nun ist die Frist abgelaufen und StreamOn wird weiterhin unverändert angeboten. Dazu war von der Pressestelle der Deutschen Telekom zu erfahren, man habe der Bundesnetzagentur die Standpunkte des Netzbetreibers nochmals erläutert. Der Regulierer lege die EU-Roamingrichtlinien möglicherweise auch etwas eng aus.

Mehr als 100 Dienste an Bord

Der Netzbetreiber hoffe auf ein Ergebnis "im Interesse der Kunden", zumal StreamOn sich einer großen Beliebtheit erfreue. Mehr als 500 000 Nutzer hätten die Zero-Rating-Optionen mittlerweile gebucht. Zudem nutzen mittlerweile mehr als 100 Audio- und Video-Portale die Möglichkeit, ihre Dienste über StreamOn anzubieten.

Vor allem die Freigabe von Video-Streaming im Ausland dürfte für die Telekom je nach Nutzung durch die Kunden mit erheblichen Kosten verbunden sein. Dabei ist StreamOn nicht die einzige Option, die der Netzbetreiber auch nach Inkrafttreten der aktuellen EU-Roamingverordnung nur innerhalb Deutschlands anbietet. Auch die DayFlat unlimited, mit der Kunden zum Preis von 4,95 Euro für 24 Stunden eine echte Daten-Flatrate zur Verfügung haben, steht im Ausland nicht zur Verfügung. Mit dem Vodafone Pass gibt es mittlerweile auch bei Vodafone Tarifoptionen, die dem StreamOn-Angebot der Telekom ähneln. In einer weiteren Meldung lesen Sie, was der Vodafone Pass interessierten Kunden bietet.

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