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Telekom: "Haben mit StreamOn den Nerv der Zeit getroffen"

Rund 100 000 Neukunden konnte die Deutsche Telekom in den vergangenen vier Wochen für StreamOn gewinnen. Mittlerweile sind 153 Audio- und Videodienste mit den Zero-Rating-Optionen verfügbar.
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Telekom-Zwischenbilanz zu StreamOnTelekom-Zwischenbilanz zu StreamOn Die Deutsche Telekom hat acht Monate nach dem Start ihrer StreamOn-Optionen eine erfolgreiche Zwischenbilanz gezogen. Allein in den vergangenen vier Wochen hätten sich 100 000 weitere Kunden für die Zero-Rating-Optionen entschieden, teilte der Bonner Telekommunikationsdienstleister mit. Damit steige die Zahl der Kunden auf insgesamt rund 600 000 an.

Nicht nur die Zahl der Kunden wird bei StreamOn kontinuierlich größer. Auch immer mehr Anbieter von Audio- oder Videostreaming-Diensten entscheiden sich für eine Teilnahme an StreamOn. Starteten die Optionen im April mit lediglich 21 Partnern, so haben die Kunden mittlerweile insgesamt 153 Streaming-Dienste zur Verfügung, die in Verbindung mit StreamOn genutzt werden können, ohne dass hier für das Inklusivvolumen des Tarifs, den der Kunde gebucht hat, belastet wird.

Die Tendenz sei weiter steigend. So wurden zu Monatsbeginn 27 weitere Audio und zehn neue Video-Dienste bei StreamOn aufgenommen. "Jeder Anbieter von legalen Audio- und Video-Inhalten kann unser Partner werden, es gibt keine Diskriminierung", so Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden bei der Telekom Deutschland. "Das beweist die monatlich wachsende Anzahl großer wie auch kleiner Partner."

Kritik an StreamOn

Allerdings kämpft StreamOn, das zu den höherwertigen MagentaMobil-Verträgen der Deutschen Telekom hinzugebucht werden kann, auch mit Problemen. Kritiker werfen dem Netzbetreiber einen Verstoß gegen die Netzneutralität vor. Die Bundesnetzagentur hält das Zero Rating bestimmter Dienste zwar grundsätzlich für rechtens, fordert aber unter anderem die Freischaltung für die Kunden auch im EU-Roaming. Das Verfahren läuft weiter.

Für die Kunden ist es zuweilen nicht wirklich transparent, ob das gerade genutzte Angebot auch wirklich nicht das Inklusivvolumen des Tarifs belastet oder nicht. Zwar veröffentlicht die Telekom eine monatlich aktualisierte Liste aller Partner auf ihrer Webseite. Allerdings dürfte kaum ein Kunde vor dem Start eines Streams genau auf dem Schirm haben, ob das Zero Rating nun greift oder nicht.

Ein Beispiel: Antenne Bayern gehört zu den StreamOn-Partnern der Deutschen Telekom. Nutzt der Hörer die Original-App des Senders, so wird das für Streaming anfallende Datenvolumen nicht berechnet. Das gleiche gilt, wenn Antenne Bayern über den Radioplayer.de gehört wird, der ebenfalls zu den Telekom-Partnerdiensten zählt. Wird der Stream des landesweiten bayerischen Privatradios aber über TuneIn Radio oder Radio.de empfangen, so kann das dabei anfallende Datenvolumen berechnet werden, da diese Aggregatoren bislang nicht zu den Partnern der Telekom zählen.

Welche neuen Angebote ab sofort bei StreamOn verfügbar sind, haben wir in einer weiteren Meldung bereits berichtet.

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