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Bericht: Telekom Speedport Pro Router kommt später

Der Speedport Pro Router der Telekom soll die eierlegende Wollmilchsau werden. Doch der Liefertermin verzögert sich.
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Nur bei der Deutschen Telekom gibt es aktuell die Möglichkeit, das Internet über eine möglicherweise zu langsame DSL-Festnetzleitung und einer vor Ort verfügbaren Telekom-LTE-Funkverbindung zu verknüpfen. Gerne hätten auch andere Festnetz- oder Mobilfunk-Anbieter dieses Angebot von der Telekom eingekauft, doch eine Anfrage bei der Bundesnetzagentur wurde negativ beschieden.

Für dieses "Hybrid" genannte Kombi-Angebot gab es bislang nur einen einzigen Lieferanten, das chinesische Unternehmen Huawei, das den "Speedport Hybrid" der Telekom baut. Hersteller wie AVM hätten gerne einen "eigenen" Router entwickelt, allerdings sind die proprietären Protokolle der DSL-LTE-Verknüpfung von der Telekom oder Huawei bislang nicht veröffentlicht oder zur Nutzung freigegeben worden.

Liefertermin Dezember oder Januar oder ...?

Die technischen Daten des Speedport Pro Routers klingen vielversprechend. Es wird aber noch etwas dauern, bis er lieferbar sein wird.Die technischen Daten des Speedport Pro Routers klingen vielversprechend. Es wird aber noch etwas dauern, bis er lieferbar sein wird. Auf der Messe IFA hatte die Deutsche Telekom schon im September 2018 einen neuen "Super-Router" mit der Bezeichnung "Speedport Pro" vorgestellt. Als Liefertermin wurde ursprünglich der Dezember 2018 angepeilt. Dann hieß es "im Januar 2019". Nach Informationen der gut informierten Webseite maxwireless.de ist aber auch dieser Termin nicht mehr sicher, da aktuell noch Optimierungen an der Firmware vorgenommen werden.

Und die haben es in sich. Im Speedport Pro Router soll, wie teltarif.de schon auf der letzten CEBIT-Messe im Sommer erfuhr, ein sehr aufwendiges Sicherheitskonzept realisiert werden, um die meist technisch wenig bewanderten End-Anwender soweit wie irgend möglich von unerwünschten Eindringlingen verschonen zu können.

Made by Sagemcom

Interessant: Dieser neue Hybrid-Router wird nicht mehr von Huawei, sondern von dem in Frankreich-basierten Unternehmen Sagemcom gefertigt, zudem auch die Modem-Spezialisten Dr. Neuhaus gehören.

Die für reguläre Telekom-Festnetz und Telekom-Hybrid-Kunden wesentlichen Verbesserungen im Speedport Pro sind ein VDSL-Supervectoring-fähiges Festnetz-Modem (bis 250 MBit/s) sowie ein aktualisiertes LTE-Mobilfunkmodem, welches bei LTE nun Cat.6 mit bis zu 300 MBit/s im Downlink beherrscht.

Das neue LTE-Modem unterstützt zudem zweifache Carrier Aggregation (2CA) und kann auch die neuen LTE-Frequenzbereiche bei 700 MHz (Band 28) und oder bei 1500 MHz (Band 32) nutzen. Gerade das Band 32 könnte in Zukunft für Hybrid-Kunden interessant werden. Maxwireless vermutet, dass die Deutsche Telekom die Frequenzen bei 1500 MHz als Downlink-Beschleuniger (Supplemental Downlink, SDL) einsetzen könnte, was bereits 2017 auf maxwireless.de beschrieben wurde.

Auch für Glasfaser geeignet

Damit ist der Router auch für Kunden mit kabelgebundenem Internet (beispielsweise mit VDSL Supervectoring) aber auch für Glasfaser-basierende Anschlüsse interessant. Bei echter Glasfaser ins Haus muss nur noch ein separates Glasfaser-Modem vorgeschaltet werden.

Umfangreiche Tests - Auslieferung verschoben

Wie aus informierten Kreisen zu erfahren war, testet die Deutsche Telekom den Speedport Pro bereits seit einigen Monaten intensiv mit vielen Telekom-Mitarbeitern in einem Friendly User Test. So soll erreicht werden, dass das Gerät schon zum Marktstart möglichst fehlerfrei läuft. Wie maxwireless.de erfahren hat, soll die Firmware des Speedport Pro noch Probleme in Verbindung mit Magenta TV haben und andere "kleinere Schwächen" aufweisen. Daher habe man sich bei der Telekom dazu entschlossen, den Marktstart noch ein wenig zu verschieben. Maxwireless berichtet weiter, dass die Firmware ansonsten schon sehr zuverlässig laufe, weswegen von einer Verfügbarkeit im 1. Quartal ausgegangen werden könne. Der Speedport Pro soll wahlweise zum Preis von etwa 400 Euro einmalig zu kaufen oder zum Preis von 9,95 Euro pro Monat bei der Telekom zu mieten sein.

Der Telekom Speedport Pro wurde bereits vor der offiziellen Präsentation auf der IFA mit dem German Design Award ausgezeichnet. Das Design konnte überzeugen. Optisch ist der schwarze Speedport Pro ein echtes Highlight. Seine Abmessungen sind mit 137 x 242 x 137 mm ziemlich auffallend, und mit 1,8 Kilogramm ist der Router kein Leichtgewicht. Der Speedport Pro wird stehend betrieben, eine Wandmontage ist ohne Konsole nicht möglich.

Viele Anschlussmöglichkeiten

Auf der Front gibt es fünf LEDs für den Betriebsstatus, darunter befindet sich eine NFC-Antenne zur schnellen Verbindung mit dem Smartphone. Darunter sind zwei weitere Tasten für WLAN bzw. zur Anmeldung von Endgeräten angebracht. Auf der Oberseite gibt es eine kleine Klappe, darunter sind die WLAN-Zugangsdaten abgedruckt. Die Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite sowie auf der Unterseite. Auf der Rückseite sind zwei USB-3.0-Anschlüsse zu finden, die leider sehr eng beieinander liegen. Daneben gibt es einen RJ11-Anschluss für Telefone, mit dem mitgelieferten Adapter von RJ11 auf zweimal TAE können zwei Telefonie-Geräte an den Speedport Pro angebunden werden. Ein Anschluss für ein ISDN-Gerät ist ebenfalls vorhanden. Eine Besonderheit ist der SFP-Modul-Schacht, dort kann mit einem entsprechenden SFP-Modul die Anbindung an Glasfaser hergestellt werden.

Auf der Unterseite gibt es vier RJ45-Gigabit-Ethernet Schnittstellen, davon ist eine als WAN/Link-Port für den Anschluss an ein ONT (Optisches Modem) ausgelegt. Außerdem findet sich auf der Unterseite der Nano-SIM-Kartenschacht, ferner ein Schacht für MicroSD-Speicherkarten und die Reset-Taste. Anschlüsse für Netzteil und die DSL-Zuführung sind ebenfalls auf der Unterseite.

Maxwireles bemängelt, dass der Speedport Pro keine Anschlüsse für eine externe Mobilfunk-Antenne habe. Das Gegenargument der Telekom: Der Router unterstützt so viele verschiedene Frequenzbänder, dass viele Nutzer nicht die optimale Qualität mit einer externen Antenne erhalten könnten.

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