Kostensenkung

WiWo: Obermann verschärft Sparkurs bei der Telekom

Stillgelegte Kupferkabel sollen ausgegraben werden

Die Deutsche Telekom verschärft ihren Sparkurs, um eine weitere Gewinnwarnung im laufenden Geschäftsjahr zu vermeiden. Laut WirtschaftsWoche haben in den vergangenen Wochen die Telekom-Vorstände ihre Mitarbeiter aufgerufen, die bislang vereinbarten Sparziele zu übertreffen und dabei auch unkonventionelle Wege zu gehen.

Dem Bericht zufolge trete die Festnetzsparte T-Home, die bisher sehr aggressiv DSL-Kunden umwarb, im Vertrieb auf die Bremse, um Provisionen zu sparen - obwohl sie im ersten Halbjahr den Marktanteil bei Neukunden auf rund 55 Prozent steigerte. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen laut WirtschafsWoche einen Anteil von 45 Prozent.

Auch wurden die Netztechniker des Unternehmens aufgefordert, nach stillgelegten Kupferkabeln zu suchen. Da der Kupferpreis sich seit Jahresbeginn auf über 6000 Dollar (umgerechnet gut 4000 Euro) pro Tonne verdoppelt habe, lohne sich das Recycling. Alle Mitarbeiter seien außerdem aufgefordert, Überstunden und Urlaubstage ohne Ausnahme bis zum 31. Dezember abzubauen, um Rückstellungen in der Bilanz zu vermeiden.

Weitere Sparprogramme noch in diesem Jahr

Zudem will Obermann nach Angaben der WirtschaftsWoche noch vor Jahresende weitere Sparprogramme vorstellen. Unter anderem solle die Fusion von T-Mobile mit T-Home, die die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 19. November absegnen sollen, "Effizienzsteigerungen" bringen.

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