Schwarzes Kraftpaket

Hybrid-Router im Test: Der Speedport Pro der Telekom

Das Warten auf den neuen Speedport Pro Router der Telekom hat sich gelohnt. Das Gerät kann für 9,95 Euro im Monat gemietet werden und bietet dafür viele durchdachte Details. Wir haben ihn getestet.
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Um den Router zu konfi­gu­rieren, stehen zwei Möglich­keiten zur Auswahl. Die moderne: Man scannt mit seinem Handy den QR-Code auf dem eingangs erwähnten Heft­chen in der Router-Ober­seite, lädt sich so die Telekom DSL-Hilfe App (für Android oder iOS) und gelangt dann relativ einfach in den Router, denn der Router unter­stützt die Konfi­gu­ra­tion per NFC (sofern das eigene Handy das kann). Mit einem iPhone 8 (NFC fähig) war die Konfi­gu­ra­tion somit unge­wohnt schnell möglich. Hätte das Handy kein NFC, ginge es über WLAN.

Die klas­si­sche Alter­na­tive: Verbinde den PC über ein Kabel und starte einen Browser.

https://speed­port.ip

Unter https://speeedport.ip oder 192.168.2.1 wird die Konfigurationsseite des Routers erreicht.Unter https://speeedport.ip oder 192.168.2.1 wird die Konfigurationsseite des Routers erreicht. In den Browser http://192.168.2.1 eintippen und ... Fehl­an­zeige. Das Rätsels Lösung: Auf der Unter­seite gibt es die LAN-Buchsen "1"..."4" wobei die Buchse "LAN1" blau gehalten und zusätz­lich mit "Link" beschriftet ist. Den PC an Buchse "1" anzu­schließen, war keine gute Idee. Um LAN 1 als LAN-Buchse nutzen zu können, muss das erst im Router konfi­gu­riert werden, ab Werk ist die Buchse noch auf "Link" program­miert. Dort käme das Signal von einem Glas­faser-Modem her, sofern man schon einen FTTH-Glas­fa­ser­an­schluss besitzen sollte, was bei unserem Test­an­schluss leider nicht der Fall ist.

Der Zugang über die DSL-Hilfe App funk­tio­nierte und dank BNG-Anschluss wurden die notwen­digen Zugangs­daten auto­ma­tisch erkannt, andern­falls müsste man sie manuell im Router eintragen.

Den PC also an Buchse "LAN 2" gesteckt und schon meldete sich der Router. Es empfiehlt sich nach einem Router-Austausch auch den PC frisch zu starten, sonst sucht er noch verzwei­felt nach dem vorhe­rigen Router.

Speed­port Pro für Magen­ta­Zu­hause Hybrid

Der Speed­port Pro unter­stützt das proprie­täre Hybrid-DSL-Proto­koll der Telekom. In Regionen, wo sich ein VDSL-Ausbau noch nicht lohnt oder wo die private Konkur­renz sich die Hoheit über den Nahbe­reich gesi­chert hat, bietet die Telekom ausge­wählten Kunden DSL-Hybrid an. Dabei werden das DSL-Signal aus dem alten Telefon-Kupfer­kabel mit einem LTE-Mobil­funk­si­gnal gebün­delt ("gebondet"). Dazu braucht man eine spezi­elle SIM-Karte, die man nach erfolg­rei­cher Anmel­dung des DSL-Hybrid-Anschlusses zuge­schickt bekommt. Eine "normale" Telekom-Mobil­funk-SIM-Karte funk­tio­niert hier übri­gens nicht. Die Hybrid-DSL-SIM-Karte wird auf der Unter­seite in den Router gesteckt, ab Werk ist die Karten-PIN ausge­schaltet.

Nicht jeder Kunde kann Hybrid-DSL bekommen. Die Telekom achtet schon darauf, dass die Anzahl der geschal­teten Anschlüsse nicht die komplette Mobil­funk­zelle "über­lastet". Wird also Hybrid-DSL ange­boten und sind keine anderen Alter­na­tiven (anderer Anbieter über Fest­netz (Kupfer oder Glas­faser) oder Mobil­funk) verfügbar, sollte man schnell aktiv werden.

Test­an­schluss mit Hybrid-DSL

Am Test­an­schluss der Redak­tion ist DSL-Hybrid geschaltet, bisher war dort der Speed­port-Hybrid (von Huawei) im Einsatz. Dabei konnte es immer wieder mal passieren, dass der über LAN-Kabel ange­schlos­sene Magen­taTV-Receiver neu gestartet werden musste, weil er sich "verschluckt" hatte. Dies ist bei dem Speed­port Pro bislang erst einmal aufge­treten, kurz vor dem aktu­ellen Soft­ware-Update, das gerade bundes­weit ausge­rollt wurde.

Der Fest­netz-Teil des Hybrid-Anschlusses ist ein "normaler" DSL-16000-Anschluss. Mit Hybrid sollen bei unserem Anschluss im Tarif Magenta Zuhause Hybrid M "bis zu 50 MBit/s" möglich sein.

Hybrid-DSL: 50 MBit/s sind möglich

Je nach Tageszeit können am Hybrid DSL-Anschluss die offiziellen 50 MBit/s leicht überschritten werden. Zur Hauptsendezeit (Magenta TV) können es auch unter 10 MBit/s sein.Je nach Tageszeit können am Hybrid DSL-Anschluss die offiziellen 50 MBit/s leicht überschritten werden. Zur Hauptsendezeit (Magenta TV) können es auch unter 10 MBit/s sein. Diese Geschwin­dig­keiten sind tatsäch­lich möglich, an einem späten Nach­mittag (16.43 Uhr) waren es 52 MBit/s im Down­stream möglich (gemessen mit speed­test.net). Die Seite www.breit­band­mes­sung.de der Bundes­netz­agentur zeigte wenig später 48,14 MBit/s (down) und 6,68 MBit/s (up) bei 24 ms Ping an.

Es gab aber auch Abende, wo schlaffe 8 MBit/s auf dem PC ankamen, während über Magen­taTV am glei­chen Anschluss das aktu­elle Fern­seh­pro­gramm lief.

Welche Möglich­keiten die inten­si­vere Konfi­gu­ra­tion bietet, lesen Sie auf Seite 3.

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