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Telekom-Roaming-Limit: Diese Begrenzungen gibt es wirklich

Die Begrenzung der All-inclusive-Option der Deutschen Telekom gilt nur für abgehende Verbindungen. Aber auch in den MagentaMobil-Business-Verträgen verbirgt sich seit 19. April die Klausel zum Minuten- und SMS-Limit.

Details zum Telekom-Roaming-Limit Details zum Telekom-Roaming-Limit
Foto: teltarif.de
Seit dem 19. April bietet die Deutsche Telekom ihre neuen Smartphone-Tarife an, bei denen die All-inclusive-Option für Roaming innerhalb der Europäischen Union sowie in der Schweiz, in Norwegen und Island ohne Aufpreis enthalten ist. Wie berichtet wurden die Konditionen für die All-inclusive-Option gleichzeitig drastisch verschlechtert.

Wie aus den aktuellen Preislisten der Deutschen Telekom hervorgeht, haben die Kunden - anders als bei der bis zum vergangenen Montag buchbaren All-inclusive-Option - keineswegs ihre Dreifach-Flatrate für Telefonate, den SMS-Versand und die mobile Internet-Nutzung in Ausland zur Verfügung. Stattdessen hat der Bonner Telekommunikationsdienstleister die Telefonie und den Versand von Kurzmitteilungen stark limitiert.

Limit auch bei MagentaMobil Business

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Pro Monat sind demnach nur jeweils 1000 Gesprächsminuten und SMS inklusive. Eine über diese Begrenzung hinausgehende Auslands-Nutzung sei eine dem Vertragszweck widersprechende und missbräuchliche Nutzung. Dabei gilt die Regelung neben den MagentaMobil-Tarifen für Privatkunden auch in den MagentaMobil-Business-Verträgen für geschäftliche Anwender. Gerade für diese Zielgruppe ist das Limit besonders bitter.

Mag ein Urlauber im 14-tägigen Jahresurlaub möglicherweise tatsächlich in der Praxis kaum die von der Telekom gesetzten Grenzen erreichen, so könnten Geschäftskunden durchaus leicht an die Grenzen der aktuellen All-inclusive-Option stoßen, wenn sie sich häufig im Ausland aufhalten. Unter dem Strich bedeutet die Begrenzung, dass täglich nur etwas mehr als eine halbe Stunde Gesprächszeit verfügbar ist.

Pressestelle: "Limit nicht für eingehende Gespräche"

Die Pressestelle der Deutschen Telekom teilte auf Anfrage von teltarif.de mit, dass die Begrenzung nur abgehende Anrufe bzw. SMS gilt. Eingehende Gespräche und Kurzmitteilungen werden auf das Kontingent nicht angerechnet. Zudem gilt die Begrenzung nur in den neuen Tarifen bzw. bei einer Buchung des All-inclusive-Option seit dem 19. April. Bestandskunden können ihren Tarif weiterhin uneingeschränkt nutzen. Nach einem Wechsel in die neuen Verträge gilt dann aber auch die neue All-inclusive-Option.

Die Deutsche Telekom argumentiert, dass auch bei der im kommenden Jahr in Kraft tretenden Regelung, die keine Roaming-Aufschläge innerhalb der EU mehr vorsieht, Begrenzungen vorgesehen sind. Wie diese aussehen werden, ist allerdings derzeit noch nicht bekannt. Bei Vodafone gilt derzeit ein Limit von 500 Gesprächsminuten und SMS pro Tag. Jede weitere Minute und SMS kosten 20 Cent. Die EU-Roaming-Option von o2 kennt vergleichbare Limitierungen derzeit noch nicht.

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