Netz-Wartung

So entstört die Telekom eine Mobilfunk-Antenne

Eine Basisstation der Telekom ist ausgefallen - welche Schritte von der Fehleranalyse bis zur Behebung des Schadens sind nun notwendig? Die Telekom beschreibt die Reparatur anhand eines Falls in Berlin.
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Telekom-Techniker bei der EntstörungTelekom-Techniker bei der Entstörung Der Betrieb eines Mobilfunknetzes ist ein aufwändiges Unterfangen: Eine Menge an technischen Einrichtungen muss dauerhaft überwacht, gewartet und im Störungsfall möglichst schnell instandgesetzt werden. Die Telekom erlaubt dazu heute einmal einen kleinen Blick hinter die Kulissen.

Im Telekom-Blog beschreiben Telekom-Mitarbeiter einen ganz normalen Service-Fall, bei dem eine Telekom-Basisstation in Berlin ausgefallen war. Die wichtigste Frage vorab lautet stets: Kann der Fehler per Fernwartung beseitigt werden oder muss jemand zur Station hinfahren?

Eindringendes Wasser kann zum Ausfall führen

Als beim Service-Team die Alarmglocke schrillt, stellt sich heraus, dass eine Telekom-Basisstation auf einem Dach ausgefallen ist. Dummerweise liegt die Station in Berlin-Mitte in der Nähe von Rotem Rathaus, Berliner Dom, Museumsinsel und Humboldt-Forums-Baustelle - hier müssen nicht nur Touristen telefonieren, sondern auch Geschäftsleute, Bauarbeiter und Politiker.

Manchmal ist zum Erklimmen höher gelegener Basisstationen einiges an Muskelkraft und eine Bergsteigerausrüstung notwendig, dieses Mal gibt es einen Aufzug, da die Station auf einem Hochhaus steht. Da sich im Gebäude ein Fischrestaurant befindet, bekommen die Techniker bei der Ankunft auf dem Dach zuerst einmal die Abgase der Fritteuse ab, die ihre Abluft über das Dach abführt.

Nun beginnt die Sucharbeit: Etwa 15 Mobilfunk-Antennen aller Netz-Generationen betreibt die Telekom auf dem Dach, mit einem an die Systemtechnik angeschlossenen Laptop müssen die Techniker herausfinden, welche davon betroffen ist. Oft liegt der Fehler offenbar an den Kabelverschlüssen, denn dort dringt nach Aussage der Techniker mitunter Wasser ein, das ins Kabel sickert. Und genau um dieses Phänomen handelt es sich bei diesem Service-Vorfall: Wasser war in den Verschluss der Antenne eingedrungen.

Die Antenne selbst hatte aber offenbar keinen Schaden genommen. In wenigen Minuten haben die Techniker den Verschluss ersetzt. Per Laptop muss nun ermittelt werden, ob die Antenne wieder ordnungsgemäß funkt. Schließlich können sich auch die ersten Handys der Kunden wieder über die Station mit dem Mobilfunknetz verbinden. Telefonieren, simsen und Surfen ist über diesen Standort nun wieder möglich.

In einem anderen Fall haben wir über den überraschenden Ausfall und Abbau einer o2-Basisstation berichtet - die Ursache war allerdings nicht wie vermutet die anstehende Fusion von o2- und E-Plus-Netz.

Reparatur einer Telekom-Basisstation im Video

Die Behebung einer schon etwas länger zurückliegenden Störung ist in diesem Video zu sehen:

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