Q2/2017

Telekom: 7000 neue VDSL-Anschlüsse pro Tag

Die Kundenzahlen im Festnetz und Mobilfunk gehen unterm Strich zurück, dennoch ist die Telekom erfolgreich im Markt unterwegs. Sie hat ihre Zahlen für das zweite Quartal 2017 vorgelegt.
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Die Telekom hat ihre Zahlen für das zweite Quartal 2017 vorgelegt.Die Telekom hat ihre Zahlen für das zweite Quartal 2017 vorgelegt. Die Telekom hat heute ihre Zahlen für das zweite Quartal des Jahres 2017 vorgelegt - und kann dabei einige Erfolge verbuchen. Nach einem bereits erfolg­reichen ersten Quartal ver­zeichnete der Gesamt-Konzern jetzt erneut höhere Wachstums­raten seiner Finanz­kennzahlen. Der Umsatz legte zwischen April und Juni gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 6 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro zu. Das bereinigte EBITDA stieg um 8,9 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Der Konzern­überschuss zeigt ein starkes Plus von 40,7 Prozent auf 874 Millionen Euro, bereinigt um Sonder­einflüsse plus 13,8 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Nach den Ergebnissen der ersten sechs Monate des Jahres setzt der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr höher. Das geht vor allem auf die Entwicklung des US-Marktes zurück.

622 000 Kunden buchen VDSL oder Glasfaser neu

Die hohe Geschwindigkeit des VDSL-Ausbaus (mit Vectoring) macht sich auch bei den Kunden­zahlen im Festnetz bemerkbar. 622 000 Kunden haben binnen eines Quartals VDSL (oder in seltenen Fällen auch echtes Glasfaser per FTTH) gebucht. Das sind rein rechnerisch knapp 7000 neue Anschlüsse pro Tag. Somit nutzen nun 8,2 Millionen Kunden diese Infrastruktur. Im Vorjahres­quartal hatten sich etwa 580 000 Kunden für einen Anschluss entschieden. Die Zahl der Kunden, die eines der Bündel­produkte aus Festnetz und Mobilfunk unter dem Namen MagentaEINS nutzen, stieg im zweiten Quartal auf fast 3,4 Millionen. Im Jahres­vergleich entspricht das einem Zuwachs von mehr als 900 000 Kunden. Zum Ende des zweiten Quartals überschritt nach den MagentaEINS-Kunden auch die Zahl der Entertain-Kunden die Drei-Millionen-Grenze.

Insgesamt zählte die Telekom im Festnetz 19,477 Millionen Anschlüsse - 171 000 weniger als einen Monat zuvor. 10,35 Millionen Anschlüsse werden bereits auf IP-Basis realisiert. Deutlich zurück ging die Zahl der an Wett­bewerber vermieteten Kupfer­leitungen (TAL): Nur noch 6,723 Millionen Leitungen sind vermietet - 925 000 weniger als ein Jahr zuvor.

Zahl der Mobilfunk-Kunden geht zurück

Im deutschen Mobilfunkmarkt sieht die Telekom sich so: Sie verzeichnete "als einziger Anbieter ein Wachstum bei den Service­umsätzen und baute damit die Position als Marktführer aus". Tatsächlich aber musste die Telekom bei der Anzahl der gezählten Mobilfunk-Kunden (mehrere Verträge eines Kunden zählen dabei als mehrere Kunden) Federn lassen. 42,011 Millionen aktive Mobilfunk­anschlüsse waren es - 103 000 weniger als im Vorquartal. Gegenüber dem Vorjahres­quartal waren es allerdings 873 000 Anschlüsse mehr. 25,084 Millionen der 42,011 Millionen Mobilfunk-Nutzer hatten einen Laufzeit­vertrag.

Der Serviceumsatz stieg trotz erheblicher Regulierungs­effekte um 0,8 Prozent. 228 000 neue Vertrags­kunden unter eigenen Marken vergrößerten außerdem die Kundenzahl deutlich. Und die Mobilfunk-Kunden sind immer stärker per mobilem Zugang im Internet. Das per Mobilfunk verwendete Daten­volumen stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2017 erneut um mehr als 10 Prozent. Im Vorjahres­vergleich beträgt die Steigerung 61 Prozent. Die mobile Nutzung des schnellen Internets förderte die Telekom durch den weiteren Ausbau des LTE-Netzes. Ende Juni 2017 lag die LTE-Abdeckung bei über 93 Prozent. Im zweiten Quartal 2017 erzielte die Telekom in Deutschland einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum ent­sprechenden Quartal des Vorjahres entspricht das einem Plus von 0,6 Prozent. Das bereinigte EBITDA betrug 2,1 Milliarden Euro, ein Anstieg von 1,1 Prozent. Die EBITDA-Marge lag damit bei 39,1 Prozent.

Den neuen Dienst StreamOn hatten Ende Juni mehr als 250 000 Kunden gebucht. Inzwischen sei man wohl bei mehr als 300 000 Buchungen, sagte die Telekom heute in einem Presse­gespräch zu den Quartals­zahlen.

Telekom sieht sich als treibende Kraft beim Netzausbau

Die Telekom habe in den ersten sechs Monaten ihre "Position als treibende Kraft für den Netzausbau untermauert". Die Investitionen der Telekom Deutschland stiegen um 17 Prozent auf mehr als 2 Milliarden Euro. Die Telekom bleibe damit "der mit Abstand stärkste Investor in den Ausbau eines zukunfts­orientierten Tele­kommunikations­netzes in Deutschland".

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