Künstliche Intelligenz

Djingo: Telekom und Orange arbeiten an Sprachassistenten

Die Telekom und Orange arbeiten an einem digitalen Sprachassistenten mit dem Namen Djingo. Das hat Orange-CEO Stephane Richard während einer Veranstaltung in Paris bekannt gegeben.
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Die Deutsche Telekom und der französisch-stämmige Telekommunikations­konzern Orange wollen auch in das Geschäft der digitalen Sprach­assistenten einsteigen. Wie Bloomberg berichtet, hat der Orange-CEO Stephane Richard bereits einen ersten Proto­typ in Form eines kleinen runden Laut­sprechers vorgestellt. Während einer Konzert­veranstaltung in Paris zeigte Richard, dass der Assistent mit dem Namen Djingo Befehle entgegen nehmen und verarbeiten kann. So lässt sich mit Djingo etwa die Musik steuern oder Tweets veröffentlichen.

Der Dienst soll sich nicht nur über den gezeigten Laut­sprecher, sondern auf den unter­schiedlichsten Geräten nutzen lassen. So kann der Assistent mit dem Sprach­befehl "OK Djingo" auf besagtem Laut­sprecher, aber auch über eine mit einem Mikrofon ausgestattete Fern­bedienung gestartet werden. Ebenso soll sich der Dienst über eine entsprechende App auf dem Smartphone nutzen lassen. Auch soll im Zuge des Djingo-Projektes ein "Livebutton" entstehen, über den sich vier vorgefertigte Befehle wie etwa Online-Bestellungen - ähnlich dem Amazon Dash Button - ausführen lassen.

Djingo befindet sich noch in der Entwicklungsphase

Orange-CEO Stephane Richard, im Hintergrund das Orange-Logo.Orange-CEO Stephane Richard Weiter verkündetet Richard, man habe sein gesamtes Know-How in das Projekt gesteckt, welches in Kooperation mit der Telekom entsteht. Noch aber befindet sich Djingo in der Entwicklung. Wann der Sprach­assistent der beiden Telekommunikations­konzerne auf den Markt kommen wird, ist aktuell noch nicht klar. Ein baldiger Start des Dienstes erscheint aber wahr­scheinlich, vor allem aufgrund der großen Konkurrenz.

Denn selbst bei einer baldigen Veröffentlichung Djingos, wird der Assistent vorerst einer unter vielen sein. Er wird sich beispiels­weise mit Apples Siri, Gooles "OK Google", Microsofts Cortana und Samsungs Bixby messen müssen. Auch dürfte er in Konkurrenz mit Amazons Sprach­assistenten für das Wohnzimmer, Alexa, stehen. Bisher haben sich vor allem die Internet- und Computer­konzerne an digitalen Sprach­assistenten versucht. Die Deutsche Telekom und Orange dürften allerdings ein großes Interesse daran haben, dieses Geschäfts­feld nicht gänzlich anderen zu überlassen. Denn Sprach­assistenten gelten als der nächste große Trend der Branche, auch wenn Verbraucherschützer das derzeit noch kritisch sehen.

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