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Gefälschte Rechnung: Telekom führt neue Sicherheits­merkmale ein

Durch neue Sicherheitsmerkmale sollen Kunden der Telekom künftig besser erkennen können, ob die Onlinerechnung echt ist oder ob Betrüger ihre Daten ausspionieren wollen.
Von Paulina Heinze mit Material von dpa
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Gefälschte Telekom-Rechnungen sind nicht nur für Kunden des Bonner Unternehmens ein Ärgernis. Auch wer nicht die Dienste der Telekom nutzt, erhält gelegentlich täuschend echte Fälschungen von Telekom-Rechnungen. Darin werden schnell dreistellige Beträge gefordert. Die Verunsicherung ist dann groß. Ist es eine echte Mail oder doch Betrug? Die Telekom versucht nun, solchen Betrügern ihr Treiben zu erschweren.

Mit drei neuen Sicherheits­merkmalen sollen Telekom-Kunden künftig besser erkennen können, ob ihre Online­rechnungen auch wirklich von der Telekom stammen. Ab dem 20. Februar werden die Neuerungen sowohl für Festnetz- als auch Mobilfunk-Dienstleistungen eingeführt.

Adresse des Kunden im Betreff

Bereits im Betreff und im Anschreiben der Rechnungsmail wird zusätzlich zur Anrede und der Buchungs­kontonummer auch die Straße und Hausnummer des Kunden angegeben. Der erste Satz des E-Mail-Textes wird ebenfalls die neuen Angaben zur Adresse enthalten.

Telekom-Kunden, die nicht wünschen, dass ihre Adressdaten in der E-Mail angezeigt wird, können dies in den Einstellungen ihres Kundenkontos unter "Rechnung Online" ändern. In diesem Fall erhalten Privat­kunden eine Benach­richtigung zu einer neuen Rechnung, die gesichert heruntergeladen werden kann. Zusätzlich kann der Kunde die Benach­richtigung per E-Mail zu einer Rechnung deaktivieren und seine Rechnungen selbstständig monatlich downloaden.

Neues E-Mail-Siegel

Wer die Rechnung über einen Browser oder die E-Mail-App der Telekom abruft, erhält bei ausgewählten E-Mail-Anbietern ein blaues @-Zeichen angezeigt, das die Rechnungen als Original ausweist.

Die Sicherheits­initiative der Telekom hat aber einen kleinen Haken. Wer sein E-Mail-Konto nicht bei der Telekom, GMX, Web.de, Freenet oder 1&1 hat, bekommt das blaue E-Mail-Siegel nicht zu sehen. Auch Nutzer von weit verbreiteten E-Mail-Clients wie Outlook oder Thunderbird können es aus technischen Gründen nicht sehen. Insgesamt beziehen momentan nach Angaben der Telekom rund 16 Millionen Kunden ihre Rechnung online.

Digitale Signatur

Drittes Sicherheits­merkmal ist eine für den Kunden nicht sichtbare digitale Signatur. Sie soll gefälschte Rechnungsmails leichter erkennbar machen. Sie können dann durch die E-Mail-Anbieter besser als Spam gekennzeichnet werden.

Die Telekom nutzt verschiedene Absender­adressen für Rechnungen aus dem Festnetz- und Mobilfunkbereich. Festnetz-Kunden erhalten ihre Rechnung von dem Absender rechnungonline@telekom.de, während im Mobilfunkbereich die Absender­adresse Kundenservice.Rechnungonline@telekom.de zum Einsatz kommt.

Auf unserer Infoseite geben wir weitere Hinweise, wie Nutzer ihre E-Mail-Adresse vor Spam und Werbemüll schützen können.
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