4G

"Wir jagen Funklöcher": Hier baut die Telekom LTE aus

Die Deut­sche Telekom hat weitere Gewinner ihrer Funk­loch­jagd-Aktion bekannt­ge­geben. Der Netz­ausbau läuft auch 2020 weiter. Ange­bote für den LTE-Ausbau in weiteren Kommunen werden geprüft.

Telekom schließt weitere Funklöcher Telekom schließt weitere Funklöcher
Foto: Telekom
Im vergan­genen Jahr hatte die Deut­sche Telekom die Aktion "Wir jagen Funk­lö­cher" gestartet. Inter­es­sierte Städte und Gemeinden waren aufge­for­dert, sich beim Netz­be­treiber zu melden, wenn sie an der Schlie­ßung von Mobil­funk-Versor­gungs­lü­cken inter­es­siert sind. Die ersten 50 Gewinner der Aktion hatte die Telekom bereits genannt. Gleich­zeitig gab der Konzern bekannt, weitere 50 von den Kommunen gemel­dete Versor­gungs­lü­cken schließen zu wollen. Jetzt hat der Bonner Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zern die weiteren 50 Städte und Gemeinden genannt, die von der Funk­loch-Aktion profi­tieren sollen. Im Rahmen der Aktion werden demnach nun 100 bishe­rige Versor­gungs­lü­cken geschlossen. Neben einer GSM-Basis­ver­sor­gung bekommen die neuen Funk­masten auch LTE-Antennen, sodass ein zeit­ge­mäßer mobiler Internet-Zugang zur Verfü­gung steht.

Walter Golde­nits: "Begeis­te­rung und Enga­ge­ment in den Kommunen"

Telekom schließt weitere Funklöcher Telekom schließt weitere Funklöcher
Foto: Telekom
"Wir haben die Zahl der Gewinner verdop­pelt, weil die Aktion sehr viel Begeis­te­rung und Enga­ge­ment in den Kommunen ausge­löst hat", sagt Walter Golde­nits, Tech­nik­chef der Telekom Deutsch­land. "'Wir jagen Funk­lö­cher' zeigt, dass Mobil­funk­ausbau anders gehen kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Wir haben ein Inter­esse und die Kommunen haben ein Inter­esse - und das Ergebnis ist: ein Funk­loch weniger. Es zeigt sich, dass es sich lohnt, neue Wege zu gehen."

Der ersten beiden Stand­orte, die im Rahmen der Aktion gebaut wurden, konnten bereits in Betrieb genommen werden. Die neuen Masten befinden sich im rhein­land-pfäl­zi­schen Viel­bach und in Dettel­bach in Unter­franken. Wie die Telekom weiter mitteilte, strebt das Unter­nehmen an, trotz der Beein­träch­ti­gungen, die die Corona-Krise mit sich bringt, die meisten Stand­orte bis Ende 2020 in Betrieb zu nehmen.

Weitere Gewinner möglich

Die Telekom teilte mit, die Funk­loch-Jagd-Aktion ergänze das regu­läre, ohnehin geplante Ausbau­pro­gramm für das Mobil­funk­netz. Jedes Jahr baue der Konzern rund 2000 Mobil­funk-Stand­orte in Deutsch­land. An der Aktion hätten sich insge­samt 539 Kommunen betei­ligt. Zwar ist es offenbar nicht geplant, weitere 50 offi­zi­elle Gewinner zu benennen. Die Telekom prüfe aber, inwie­weit sie weiteren Kommunen ein Angebot machen kann und sie in ihre Ausbau­pla­nung für die nächsten zwei Jahre inte­grieren kann.

Mit der Aktion "Wir jagen Funk­lö­cher" beschritt die Telekom einen neuen Weg. Übli­cher­weise suchen Funk­netz­planer poten­zi­elle Stand­orte für Mobil­funk­masten und gehen dann auf die Gemeinden zu. Lehnt die Kommune den Standort ab, wieder­holt sich der Prozess und dauert so mehrere Monate, manchmal sogar Jahre. Nun waren die Gemeinden aufge­rufen, selbst konkrete Vorschläge für einen Netz­ausbau in ihrem Bereich zu machen.

Das sind die weiteren 50 Gewinner bei der Telekom-Funk­loch-Jagd

Baden-Würt­tem­berg

  • Dornhan
  • Geisingen
  • Sulz am Neckar
  • Unlingen
  • Walden­burg

Bayern

  • Aubstadt
  • Eyers­hausen

Hessen

  • Drie­dorf
  • Ehren­berg OT Reul­bach
  • Ringgau
  • Schöf­fen­grund

Meck­len­burg-Vorpom­mern

  • Passow

Nieder­sachsen

  • Auhagen
  • Börger
  • Firrel
  • Lage
  • Lingen (Ems)
  • Lüder

Nord­rhein-West­falen

  • Leich­lingen (Rhein­land)
  • Mecher­nich
  • Rheda-Wieden­brück
  • Übach-Palen­berg
  • Vett­weiß
  • Weiler­swist

Rhein­land-Pfalz

  • Asbach
  • Bad Dürk­heim
  • Braunshorn
  • Bubach/Buden­bach/Horn (Huns­rück)
  • Buch­holz
  • Dicken­dorf
  • Frie­sen­hagen
  • Hall­garten
  • Hergen­roth
  • Herrstein
  • Kluden­bach
  • Körpe­rich
  • Mandel
  • Mari­en­rach­dorf
  • Schei­ben­hardt
  • Stei­n­e­frenz
  • Völkers­weiler
  • Wiebels­heim

Saar­land

  • Schmelz

Sachsen

  • Dippol­dis­walde
  • Rothen­burg/O.L.

Sachsen-Anhalt

  • Mücheln (Geiseltal)

Schleswig-Holstein

  • Hedlingen
  • Rügge

Thüringen

  • Kölleda OT Burg­wenden und Groß­monra
  • Nobitz

In einer weiteren Meldung haben wir bereits darüber berichtet, wie die Telekom den 5G-Ausbau in diesem Jahr voran­treiben will.

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