Netzausbau

Telekom: Immer mehr "schnelles" 5G auf 3,6 GHz

Die Telekom hat mitt­ler­weile bundes­weit rund 8000 Antennen für 5G auf 3,6 GHz aktiv. Das Unter­nehmen hat darüber hinaus Versor­gungs­lücken geschlossen.

Telekom bilanziert Netzausbau Telekom bilanziert Netzausbau
Foto: Telekom
Die Deut­sche Telekom hat eine Zwischen­bilanz zum Ausbau ihres Mobil­funk­netzes gezogen. Seit Oktober habe der in Bonn ansäs­sige Tele­kom­muni­kati­ons­kon­zern das Netz an bundes­weit 3096 Stand­orten erwei­tert. Dazu gehören auch 618 neue Stand­orte, mit denen das Unter­nehmen bishe­rige Funk­löcher schließen und für mehr Kapa­zität sorgen will. Je nach Station kommt neben GSM der LTE-Stan­dard oder zusätz­lich auch 5G zum Einsatz.

Bei 2048 bereits bestehenden Basis­sta­tionen hat die Telekom die Kapa­zität erhöht. Dadurch sollen mehr Nutzer gleich­zeitig am selben Ort mit einem schnellen Internet-Zugang über LTE und 5G versorgt werden. Auch wenn die Telekom in den vergan­genen Jahren alle Netz­tests gewonnen hat, zeigt sich punk­tuell auch beim Magenta-Konzern, dass sich die Internet-Band­breite redu­ziert, da immer mehr Kunden immer mehr Daten über­tragen.

8000 Antennen für "Gigabit-5G"

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Foto: Telekom
Vor allem in Ballungs­gebieten baut die Telekom das 5G-Netz verstärkt im Frequenz­bereich um 3,6 GHz aus. Bundes­weit rund 8000 Antennen funken in diesen sehr hohen Frequenz­band. Da an jedem Standort im Schnitt drei Antennen genutzt werden, dürften 5G im als "n78" bezeich­neten Band an etwa 2600 Basis­sta­tionen in Betrieb sein.

Auf 3,6 GHz sind über 5G Band­breiten im Gigabit-Bereich möglich, während die Perfor­mance des neuen Netz­stan­dards auf nied­rigeren Frequenzen im zwei- bis drei­stel­ligen MBit/s-Bereich liegt. Aller­dings eignet sich das n78-Band physi­kalisch bedingt nicht für die Versor­gung großer Flächen, da jede Basis­sta­tion nur einen Radius von wenigen hundert Metern abdeckt. Daher kommen die hohen Frequenzen vor allem an Orten zum Einsatz, wo beson­ders hohe Band­breiten benö­tigt werden. Beispiele sind Innen­städte, Messe­hallen und Flug­häfen.

Abdu Mudesir: "Wir erhöhen das Tempo beim Ausbau"

"Wir erhöhen beim Mobil­funk-Ausbau weiter das Tempo", sagt Abdu Mudesir, seit 1. Januar 2023 neuer Geschäfts­führer Tech­nologie der Telekom Deutsch­land. "Über 94 Prozent der Bevöl­kerung können bereits 5G von der Telekom nutzen. Bis 2025 werden wir 99 Prozent der Bevöl­kerung errei­chen. Wir versorgen Deutsch­land mit einem flächen­deckenden und zukunfts­fähigen Netz, um Deutsch­land fit für die digi­tale Zukunft zu machen."

In einer weiteren Meldung haben wir darüber berichtet, dass Telefónica der Bundes­netz­agentur Daten zum o2-Netz­ausbau vorge­legt hat.

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