Netzausbau

Telekom: 5G Mobilfunk an weiteren 892 Standorten

Die Telekom versorgt fast 99 Prozent der Bevöl­kerung mit LTE. Zur Flächen­abde­ckung sagt sie aber nichts. Auch der 5G-Ausbau macht Fort­schritte.

Telekom informiert über Netzausbau Telekom informiert über Netzausbau
Foto: Telekom
Die Deut­sche Telekom infor­miert in regel­mäßigen Abständen über die Fort­schritte bei ihrem Fest­netz- und Mobil­funk-Netz­ausbau. Jetzt hat der Bonner Tele­kom­muni­kati­ons­dienst­leister darüber infor­miert, wie das Handy­netz des Unter­neh­mens in den vergan­genen beiden Monaten weiter­ent­wickelt wurde. So wurde einer­seits der neue 5G-Stan­dard an weiteren Stand­orten aufge­schaltet. Parallel hat die Telekom neue LTE-Stand­orte in Betrieb genommen und die Kapa­zität bei weiteren Basis­sta­tionen erhöht.

Wie das Unter­nehmen mitteilte, wurden im Januar und Februar an 892 Stand­orten im gesamten Bundes­gebiet 5G-Kapa­zitäten aufge­baut. Dabei handelt es sich aller­dings nicht um 5G im Frequenz­bereich um 3500 MHz, wo Gigabit-Geschwin­dig­keiten möglich sind. Statt­dessen bezieht sich der Ausbau auf 5G im 2100-MHz-Bereich, der früher für das UMTS-Netz genutzt wurde.

Auf 2100 MHz liegen die maxi­malen Daten­über­tra­gungs­raten im drei­stel­ligen MBit/s-Bereich. Dafür sind die physi­kali­schen Ausbrei­tungs­bedin­gungen besser als auf 3500 MHz, sodass es einfa­cher ist, das Netz möglichst schnell groß­flä­chig auszu­bauen. Zudem setzt die Telekom hier die DSS-Technik (Dynamic Spek­trum Sharing) ein. Das heißt, parallel zu 5G wird das Spek­trum auch für den LTE-Stan­dard genutzt. Damit profi­tieren auch Kunden, die noch kein 5G-Smart­phone besitzen, von zusätz­licher Kapa­zität für den mobilen Internet-Zugang.

464 neue LTE-Stand­orte

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Auch wenn mitt­ler­weile mehr als zwei Drittel der Bevöl­kerung mit dem 5G-Netz versorgt werden, bleibt der LTE-Stan­dard weiterhin wichtig. Zum einen besitzen fast alle Kunden mitt­ler­weile ein LTE-taug­liches Smart­phone, während 5G-Geräte noch nicht so weit verbreitet sind. Zum anderen bildet das 4G-Netz die Basis für 5G NSA. Sprich: Ohne LTE würde auch das heutige 5G-Netz nicht funk­tio­nieren.

Im Januar und Februar hat die Telekom nach eigenen Angaben 464 neue LTE-Stand­orte gebaut. An weiteren 1690 Stand­orten wurden die 4G-Kapa­zitäten ausge­baut, um trotz stei­gender Nutzung einen schnellen mobilen Internet-Zugang zu gewähr­leisten. Die Bevöl­kerungs­abde­ckung mit LTE liegt laut Telekom jetzt bei 98,7 Prozent. Leider sagt der Netz­betreiber aber nichts zur Flächen­abde­ckung.

"Aktuell haben wir mehr als 32.000 Stand­orte in Betrieb", so Walter Golde­nits, Geschäfts­führer Tech­nologie der Telekom Deutsch­land. "Zusätz­lich bauen wir jähr­lich mehr als 1500 neue Stand­orte auf. Hinzu kommen LTE- und 5G-Erwei­terungen an tausenden bestehenden Stand­orten." 5G wolle die Telekom zum neuen Stan­dard für die Mobil­funk­nut­zung machen.

Die Telekom hat mitt­ler­weile aber auch schon Tests für 5G SA aufge­nommen, wie in einer weiteren Meldung bereits berichtet.

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