Volle Kontrolle

Telekom: Einblick ins Netzwerk Management Center

Im Netzwerk-Kontrollzentrum der Telekom in Bamberg laufen alle Fehlermeldungen des Festnetzes zusammen. Dort werden Störungen in der Regel schon beseitigt, bevor der Kunde davon etwas merkt. teltarif.de durfte einen Blick hinter die Kulissen werfen.
Aus dem Network Management Center in Bamberg berichtet
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Wenn der berühmte Bagger zur späten Stunde ein Kabel durchnagt, poppt ein Fenster auf. Auf einem großen Bildschirm im Netzwerk Management Zentrum der Deutschen Telekom in Bamberg.

In Bamberg läuft alles zusammen

Irgendwo in einem Industriegebiet am Rande der fränkischen Stadt Bamberg, Kulturhistorikern bekannt durch den "Bamberger Reiter" oder das sehr spezielle Aecht Schlenkerla Rauchbier, steht ein unscheinbares Gebäude. Darin kontrolliert und steuert die Deutsche Telekom ihr gesamtes Festnetz. teltarif.de hat dort geklingelt und wurde hinein gelasssen, ins NMC Bamberg. "First Line Maintenance" lautet das Motto der Außenstelle, das Erkennen und Beseitigen von Netzstörungen.

Von Grün umrahmt am Rande eines Industriegebietes, das Netzkontrollzentrum (NMC) der Deutschen Telekom in Bamberg.
Von Grün umrahmt am Rande eines Industriegebietes, das Netzkontrollzentrum (NMC) der Deutschen Telekom in Bamberg.
Die Idee dahinter: Störungen zu erkennen, bevor der Kunde es merkt. Wenn die Leitung von A nach B gestört ist, gibt es einen Ersatzweg über C und die Umschaltung erfolgt binnen 50 Millisekunden, das sollte der Kunde nicht merken.

1 Million Übertragungswege

Aus Bamberg werden über eine Million Übertragungswege "gemanagt". Jedes Netzelement (laienhaft wie ein PC oder ein Server, nur meist viel größer) meldet seinen "Gesundheitszustand" an die Zentrale. Treten bestimmte Ereignisse auf oder fehlt eine Verbindung zu einem Element, wird automatisch umgeschaltet und die Zentrale über das Problem informiert. Von Bamberg aus kann ein Techniker-­Einsatz veranlasst werden. Der Techniker kennt seine Patienten, weiß welche Baugruppen er braucht und kann im Idealfall sofort losfahren.

Auch Störungen, die ein Kunde unter der Hotline 0800-3302000 oder 0800-3301000 meldet, landen am Ende im zentralen System in Bamberg. Je nach Vertragsart hat der Kunde Anspruch auf eine sofortige Entstörung (24 Stunden/7 Tage bei Groß- oder Geschäftskunden). Für Privatkunden gibt es Angebote zwischen 8 (gegen Aufpreis) und 24 Stunden Dauer, bis die Entstörung anläuft.

Es könnte auch Störungen geben, die bei der Telekom auf ungewohnten Wegen einlaufen, beispielsweise durch das Internet, wo Kunden sich auf bestimmten Seiten wie allestörungen.de melden. Hierfür hat die Telekom eine Lizenz erworben und erfährt somit in Echtzeit, ob und wo sich Störungen im Internet häufen.

Teil von Deutsche Telekom Technik

Das Leitungsteam des NMC Bamberg der Deutschen Telekom. Von links Michele Beyer (stellvertretende Leiterin),  Ralf Acker (Leiter NMC) und Harald Metzner (Leiter IP). Auf dem Kontrolbildschirm oben rechts läuft n-tv, um jederzeit über aktuelle Ereignisse informiert zu sein.
Das Leitungsteam des NMC Bamberg der Deutschen Telekom. Von links Michele Beyer (stellvertretende Leiterin),
Ralf Acker (Leiter NMC) und Harald Metzner (Leiter IP). Auf dem Kontrolbildschirm oben rechts läuft n-tv, um jederzeit über aktuelle Ereignisse informiert zu sein.
Bamberg gehört zur Deutschen Telekom Technik, die von Walter Goldenits geleitet wird und hier wiederum zum Bereich Network and Service Operations (NSO), Unterbereich First-Line-Maintenance. Hier arbeiten etwa 160 Leute (rund 80 pro Schicht). Für die IP-Abteilung sind es 26 Leute, nur 3 bis 4 davon sind älter als 30 Jahre. Der Frauenanteil in diesem techniklastigen Terrain beträgt etwa 15 Prozent, in der Leitung wird die Quote erfüllt: Die stellvertretende Leiterin des Zentrums heißt Michele Beyer und begleitet uns durch das Gebäude.

Wann das Kontrollzentrum geöffnet hat, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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