Internet der Dinge

Telekom: Einstieg in Narrowband-IoT ab 199 Euro

Die Telekom bringt zwei Servicepakete für die Vernetzung von Geräten per Narrowband-IoT auf den Markt. Wahlweise ist auch der Zugang zur Telekom-Plattform "Cloud der Dinge" enthalten.
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Mit NB-IoT ist die Vernetzung von Geräten möglich Mit NB-IoT ist die Vernetzung von Geräten möglich Wie bereits angekündigt, baut die Telekom schmalbandige IoT-Netze (NB-IoT) aus. Dafür bringt sie heute in Deutschland erste Servicepakete auf den Markt. In Deutschland werden die folgenden beiden Optionen für NB-IoT-Servicepakete angeboten: NB-IoT Access, ein einfaches NB-IoT-Paket zur Geräte­vernetzung sowie NB-IoT Access & Cloud of Things, ein umfassenderes Paket zur Gerätevernetzung, das auch Zugang zur Plattform "Cloud der Dinge" bietet.

Das Starterpaket NB-IoT Access ist ab 199 Euro erhältlich. Es enthält eine sechsmonatige Aktivierung von bis zu 25 SIM-Karten mit jeweils 500 kB im deutschen NB-IoT-Netz. Als optionale Zusatzfunktion ist eine private APN mit IPsec-Key-Verschlüsselung erhältlich. Das Starterpaket NB-IoT Access & Cloud of Things ist ab 299 Euro erhältlich und beinhaltet zusätzlich den direkten Zugang zur Plattform "Cloud der Dinge". Ein vollständiges Preisangebot für die NB-IoT-Services ist auf Anfrage erhältlich.

"Die Telekom ist davon überzeugt, dass NarrowBand-IoT unseren Markt revolutionieren und den Weg für die Digitalisierung sowie für unsere 5G-Services bereiten wird, die ab 2020 verfügbar sein werden," erklärt Hagen Rickmann, Leiter des Geschäftskundensegments, Telekom Deutschland. "NarrowBand-IoT ermöglicht ehrgeizige neue Geschäftsmodelle und Massenanwendungen in einer sicheren Betriebsumgebung. Das ist genau das, wonach unsere Mittelstandskunden heute suchen, wenn sie ihre Geschäftstätigkeiten zunehmend ins Internet verlagern."

Intelligente Parkplatzsuche

Parallel zum NB-IoT-Netzausbau und kommerziellen Start in Deutschland arbeitet die Telekom bereits mit vielen Kunden und Partnern an der Umsetzung unterschiedlicher Lösungen für das Internet der Dinge. Einer dieser Bereiche ist intelligentes Parken: In Hamburg wird gerade ein Smart-Parking-Service eingeführt, der Autofahrer in Echtzeit darüber informiert, wo freie Parkplätze zur Verfügung stehen. Dazu werden bis zu 11 000 öffentliche und private Parkplätze mit Hilfe der NB-IoT-Technologie der Deutschen Telekom digitalisiert. Darmstadt, Dortmund, Duisburg, Merzig und Moers führen demnächst Smart-Parking-Lösungen in ihren Stadtzentren ein. Hier können sogar Parkplätze im Voraus gebucht werden, sodass die Autofahrt in die Innenstadt künftig stressfreier wird. Für die Parkplatzsuche in Echtzeit werden per NB-IoT übertragene Sensordaten zusammen mit Informationen aus Parkautomaten und weiteren Datenquellen der Stadt ausgewertet.

Die Telekom ermöglicht einen einfachen Einstieg ins Internet der Dinge
Die Telekom ermöglicht einen einfachen Einstieg ins Internet der Dinge

NB-IoT-Ausbau in weiteren Ländern

Auch in anderen Märkten ist die Telekom in Sachen NB-IoT aktiv: In den Niederlanden wurde Ende Mai der landesweite Ausbau abgeschlossen. Somit sind die Niederlande das erstes Land weltweit, das über ein flächendeckendes NB-IoT-Netz verfügt. Der Ausbau in Deutschland macht laut Telekom gute Fortschritte. Auch in Griechenland, Polen, Ungarn, Österreich, der Slowakei und Kroatien bereitet die Telekom einen NB-IoT-Start vor. In den USA plant T-Mobile US die Unterstützung von NB-IoT ab 2018.

Die Vorteile von NB-IoT sind niedrige Kosten aufgrund des geringen Bandbreitenbedarfs, gute Versorgung in Gebäuden, extrem lange Batterielaufzeiten der angeschlossenen Geräte sowie die Nutzung von lizensiertem Spektrum und Anwendung anerkannter 3GPP-Standards. NB-IoT ist auf Massennutzung angelegt und soll den Weg für 5G bereiten.

Doch auch andere Netzbetreiber setzen auf Narrowband-IoT. So testet Vodafone gemeinsam mit der Deutschen Bahn erste Anwendungen für NB-IoT.

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