Netztest

Mobiles Internet im Netz der Deutschen Telekom im Test

Bis zu 93 MBit/s über das LTE-Netz auf 1800 MHz in Großstädten

In Frankfurt am Main erzielten wir dann auch den Rekordwert von 93 MBit/s im Downstream in LTE-Netz der Deutschen Telekom. Uploads waren hier mit knapp 31 MBit/s möglich und die Ansprechzeiten lagen bei 24 bis 32 ms. In Wiesbaden lag die maximal von uns gemessene Downloadrate bei knapp 55 MBit/s, Uploads waren mit bis zu 29 MBit/s möglich. Dafür war die Pingzeit mit 26 bis 30 ms etwas besser als in der Main-Metropole.

In Köln haben wir vergleichsweise schlechte Ergebnisse im LTE-Netz erzielt. Dennoch lagen die Werte für Down- und Upstream noch deutlich über denen der meisten DSL-Anschlüsse im Festnetz. So kamen wir auf bis zu 39 MBit/s im Downstream und 16 MBit/s im Upstream. Die Ansprechzeiten lagen bei bis zu 47 ms. Gute LTE-Performance in Frankfurt am Main Gute LTE-Performance in Frankfurt am Main
Foto: teltarif

HSPA mit bis zu 17 MBit/s

Die Deutsche Telekom bietet in ihrem UMTS-Netz DC-HSPA mit bis zu 42 MBit/s im Downstream an. Diese Technik wird vom HTC One XL, mit dem wir unseren Test in diesem Jahr durchgeführt haben, allerdings nicht unterstützt. Immerhin sollten zumindest theoretisch bis zu 21 MBit/s möglich sein, doch auf mehr als 17 MBit/s kamen wir bei unseren Stichproben nicht. Den höchsten Download-Wert erreichten wir - wie schon den LTE-Spitzenwert - in Frankfurt am Main. In Wiesbaden kamen wir immerhin auf 15 MBit/s, während die Performance in Köln mit maximal rund 10 MBit/s nicht ganz so gut war.

Im Upstream lagen wir in Frankfurt am Main bei 2,3 bis 3,8 MBit/s. Auf ähnliche Werte kamen wir auch in Wiesbaden, während das Ergebnis in Köln auch in diesem Punkt etwas schlechter war. Hier erreichten wir zwischen 1,7 und 2 MBit/s. Die Ping-Zeiten waren auch an ein und demselben Standort sehr unterschiedlich. Die Messergebnisse lagen zwischen 50 und 99 ms, wobei 60 bis 70 ms typische Durchschnittswerte waren.

EDGE-Zugang wird zusehends schlechter

Als einziger deutscher Mobilfunk-Netzbetreiber hat die Deutsche Telekom den EDGE-Standard im gesamten GSM-Netz implementiert. In allen anderen Netzen trifft man immer wieder auch auf Regionen, in denen lediglich GPRS zur Verfügung steht. Allerdings leidet die Performance des Datenzugangs über EDGE vor allem in Gegenden, in denen UMTS und LTE nicht verfügbar sind, recht deutlich, zumal die immer weiter wachsende Anzahl an Nutzern hier ausschließlich auf EDGE angewiesen ist. So erreichten wir im hessischen Spessart lediglich durchschnittlich rund 130 kBit/s im Downstream. Der Upstream war mit 140 kBit/s sogar etwas schneller und die Ansprechzeit lag im Schnitt bei 400 ms.

In Städten wie Frankfurt am Main und Wiesbaden zeigte sich, dass EDGE dank der Präsenz von UMTS und LTE kaum genutzt wird. So kamen wir immerhin auf rund 180 bis 200 kBit/s im Down- und Upstream, während die Pingzeiten mit bis zu 620 ms noch etwas schlechter als im Spessart waren.

Fazit: Telekom bietet gute Performance über LTE und UMTS

Unsere Stichproben, die nicht repräsentativ sind, zeigen, dass der LTE-Zugang im Telekom-Netz sehr gut funktioniert. Auch über UMTS, wo naturgemäß die meisten Nutzer anzutreffen sind, kamen wir weitgehend auf gute Werte und es zeigten sich selbst im Umfeld von Großveranstaltungen kaum Überlastungserscheinungen. Benachteiligt sind dagegen Anwender in ländlichen Regionen. Diese sind ohnehin oft auf den vergleichsweise langsamen EDGE-Standard angewiesen, der zusätzlich unter Überlastungserscheinungen leidet. Abhilfe dürfte der LTE-Ausbau bringen, wobei es je nach Gegend noch einige Jahre bis zur Erschließung mit dem mobilen Breitband-Netz dauern kann.

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