Netzabdeckung

Ein Jahr nach Start: So viel LTE 900 hat die Telekom bereits

Über ein Firefox-Plugin lässt sich jetzt ermitteln, wo die Telekom ihr LTE-Netz auf welchen Frequenzen ausgebaut hat. So ist auch eine Zwischenbilanz nach einem Jahr LTE 900 möglich.
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Zwischenbilanz zu LTE 900Zwischenbilanz zu LTE 900 Im März 2017 startete die Deutsche Telekom mit dem Auf- und Ausbau des LTE-Mobilfunknetzes im Frequenzbereich um 900 MHz. Perspektivisch will das Bonner Telekommunikationsunternehmen damit eine mit dem GSM-Netz vergleichbare 4G-Abdeckung erreichen.

Die Telekom bietet auf ihrer Webseite eine Netzabdeckungskarte an, über die Interessenten auch getrennt nach Netzstandards (GSM, UMTS, LTE) die Versorgung abfragen können. Bislang gab es speziell für LTE noch die Unterscheidung nach maximalen Übertragungsgeschwindigkeiten, die darauf hindeutete, ob das Unternehmen LTE 800 oder beispielsweise auch den 4G-Standard auf 1800 bzw. 2600 MHz aufgebaut hat.

Firefox-Plugin zeigt LTE-Frequenz an

Die Abfrage nach Maximalgeschwindigkeiten ist offiziell weggefallen. Dafür hat ein Nutzer des Telefon-Treff-Forums ein Plugin für den Mozilla-Firefox-Browser programmiert, der sogar die jeweils genutzte LTE-Frequenz offenbart. Stichpunktartige Abfragen, die wir testweise gemacht haben, zeigten: Die Daten sind - soweit wir das überprüfen konnten - korrekt.

Auf diesem Weg lässt sich derzeit beispielsweise auch der Versorgungsgrad für LTE auf 900 MHz abfragen. Neben weiten Teilen des Rheinlandes und des Ruhrgebiets hat die Telekom demnach unter anderem den Nordwesten Deutschlands westlich von Bremen abgedeckt. Dazu kommen Teile von Mecklenburg-Vorpommern unter anderem entlang der Ostseeküste und weite Bereiche von Berlin-Brandenburg.

4G-Abdeckung auf 900 MHz4G-Abdeckung auf 900 MHz Das 4G-Netz der Telekom im 900-MHz-Bereich ist zudem in Teilen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beispielsweise entlang der Autobahn 4 sowie in den Städten Leipzig, Chemnitz und Dresden verfügbar. In Niedersachsen ist die Region um Hannover versorgt, während es in Hessen noch keine LTE-900-Standorte gibt.

Weitere erschlossene Regionen sind Teile von Rheinland-Pfalz und Saarland, der Rhein-Neckar-Raum, der schwäbische Raum rund um Stuttgart, Heilbronn und Reutlingen, der Großraum Ulm und die Gegend um das Bodenseeufer. Nicht zuletzt hat die Telekom in Bayern die Ballungszentren rund um Nürnberg und München und ländliche Regionen östlich dieser Großstädte erschlossen.

Probleme in Städten

Die Netzabdeckungskarte zeigt aber auch, dass es nach wie vor Städte gibt, in denen die Telekom LTE zwar auf 1800 und 2600, nicht aber auf 800 oder 900 MHz flächendeckend anbietet. In solchen Fällen kann es zu physikalisch bedingten Einschränkungen bei der Versorgung innerhalb von Gebäuden kommen. Wie bereits in einer eigenen News berichtet, läuft der Netzausbau aber weiter.

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