LTE-Ausbau

Telekom nimmt LTE in Mecklenburg-Vorpommern in Betrieb

Ex-Monopolist verspricht schnelleren LTE-Ausbau als vorgeschrieben
Von Marc Kessler
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Die Deutsche Telekom hat heute ihren ersten LTE-Standort in Mecklenburg-Vorpommern aufgebaut. Die LTE-Bassistation steht in Lübz im Landkreis Parchim und soll die bisher nicht oder nur schlecht mit Breitband-Anbindungen versorgten Gemeinden in der Umgebung mit schnellem Internet versorgen.

Konkret betrifft dies nach Angaben der Telekom Orte wie Granzin, Lutheran, Passow und Werder. Der Bonner Ex-Monopolist will bis Ende des Jahres mehr als 1500 Orte mit LTE versorgen. Der Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Jürgen Seidel, betonte: "Schnelle Breitbandnetze sind heute so wichtig wie Energie- oder Verkehrsnetze. Deshalb begrüße ich die Vorhaben der Telekom zum LTE-Netzausbau in Mecklenburg-Vorpommern (...)."

Eigene "Breitbandkoordinierungsstelle" eingerichtet

LTE in LübzLübz in Mecklenburg-Vorpommern:
Jetzt mit LTE versorgt
Das ostdeutsche Bundesland hat für die Organisation des Breitbandausbaus eine eigene "Breitband­koordinierungs­stelle" beim "Zweckverband Elektronische Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern" eingerichtet. Diese soll mit Breitband unterversorgte Gemeinden und auch die Netzbetreiber bei der Beseitigung "weißer Flecken" unterstützen.

Offiziellen Angaben zufolge sind bei der Breitband­koordinierungs­stelle bislang knapp 30 000 sogenannter Bedarfsmeldungen für Breitbandanschlüsse eingegangen. Bis jetzt wurden für die Förderung von insgesamt 194 Breitbandprojekten in ländlichen Gemeinden - von denen die Telekom rund 75 Prozent realisiert - rund 10,9 Millionen Euro durch das Land finanziert. Damit konnten gut 13 000 Haushalte und gut 6 000 Gewerbetreibende mit schnellem Internet versorgt werden.

Telekom will LTE-Ausbau schneller schaffen als vorgeschrieben

Die Telekom verspricht indes vollmundig, die von der Bundesnetzagentur (BNetzA) gesetzte Anforderung bei der Nutzung der LTE-Frequenzen - nämlich, dass bis 2016 90 Prozent der unversorgten Gebiete mit Breitband abgedeckt sein müssen - sogar vorzeitig zu realisieren. "Wir sind zuversichtlich, die Auflagen sogar noch früher zu erfüllen", sagte Telekom-Technik-Geschäftsführer Bruno Jacobfeuerborn.

Der neue Mobilfunkstandard LTE sendet auf den ehemaligen Rundfunkfrequenzen, der sogenannten Digitalen Dividende. Die Frequenzen waren im Februar durch die Bundesnetzagentur versteigert worden. Im Gegenzug mussten sich die Unternehmen verpflichten, rund 90  Prozent der bisher unversorgten Orte bis 2016 an die Breitband-Infrastruktur anzuschließen. Die Telekom hat für die LTE-Nutzung Ende November das Produkt Call&Surf via Funk eingeführt.

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