Flächendeckend

Telekom startet Projekt "LTE überall"

Bis Ende 2019 will die Deutsche Telekom dank LTE auf 900 MHz fast flächendeckend schnelle mobile Internet-Zugänge anbieten. 100-prozentige Abdeckung im Mobilfunk wird es aus wirtschaftlichen Gründen nicht geben.
Aus Bonn berichtet
AAA
Teilen (225)

Telekom startet LTE 900Telekom startet LTE 900 Die Deutsche Telekom zündet heute eine weitere Stufe beim Ausbau ihres Mobilfunknetzes. Das hat das Unternehmen im Rahmen einer Presseveranstaltung in Bonn bekanntgegeben. So startet das Telekommunikationsunternehmen den großflächigen Rollout von LTE im Frequenzbereich um 900 MHz, der bislang vor allem für GSM-Mobilfunk genutzt wurde.

Das 900-MHz-Band sei besonders gut geeignet, um das Mobilfunksignal tiefer in Gebäude zu tragen. Damit soll sich die Qualität des mobilen Internet-Zugangs steigern. Zudem will die Telekom bis Ende 2019 LTE überall dort anbieten können, wo mobile Telefonie schon jetzt möglich ist.

Erste LTE-900-Stationen ab heute am Netz

Heute nimmt die Telekom erste LTE-900-Sendeanlagen in Städten wie Bonn, Köln, Leipzig, Berlin und Stuttgart in Betrieb, die vor allem mehr Kapazitäten und eine bessere Indoor-Versorgung mit sich bringen. Bis Ende des Jahres soll LTE 900 bereits an mehr als 4000 Standorten in ganz Deutschland zur Verfügung stehen.

Dabei betont das Unternehmen, dass das 4G-Netz im neuen Frequenzbereich automatisch zur Verfügung steht. Eine Zusatzoption oder ein Tarifwechsel sei nicht erforderlich. Telekom und Vodafone hätten in den vergangenen Wochen ein umfangreiches und aufeinander abgestimmtes Reshuffling ihrer bisherigen GSM-Frequenzen durchgeführt.

Die Neuvergabe der Frequenzen erfolgte technologieneutral. Damit können bislang für GSM genutzte Frequenzen in Zukunft auch für LTE eingesetzt werden. "Wir haben jetzt als einziger Netzbetreiber 15 MHz Bandbreite auf 900 MHz und werden diesen Vorteil nun für unsere Kunden voll ausspielen", so Telekom-Technik-Chef Walter Goldenits.

Für LTE werden 5 MHz Bandbreite auf 900 MHz verwendet. Damit seien theoretisch bis zu 35 MBit/s im Downstream möglich. Weitere 10 MHz stehen damit für GSM zur Verfügung. Zurückhaltend äußerte sich die Telekom zur Schließung von Versorgungslücken, in denen Mobilfunk derzeit noch gar nicht verfügbar sei. Hier setze die Wirtschaftlichkeit zum Teil Grenzen.

Telekom setzt auf Single RAN

Das Einschalten von LTE 900 ist nicht alles, was derzeit im Mobilfunknetz der Telekom passiert. "Wir haben damit beginnen, unsere komplette Netztechnik auszutauschen", so Walter Goldenits. "Wir fassen jeden Mobilfunkstandort an und statten ihn mit modernster Technik aus.

Anstelle eigenständiger Technik für jede Technologie werde es jeweils eine Hardware-Einheit geben, die sowohl GSM, als auch UMTS und LTE unterstützen. Diese Single-RAN-Technik schaffe die technische Basis, um flexibel auf die Kundenanforderungen am jeweiligen Standort zu reagieren. "Wir können wie mit einem Schieberegler die Bandbreite eines Spektrumbandes bedarfsgetrieben für aktuelle LTE-Technologie nutzbar machen", so Goldenits.

Auch Vodafone plant wie berichtet den Einsatz von LTE auf 900-MHz-Frequenzen.

Mittlerweile haben wir LTE auf 900 MHz bei der Telekom einem ersten Test unterzogen und berichten über unsere Erfahrungen.

Teilen (225)

Mehr zum Thema Telekom Mobilfunk