Netzausbau

Telekom: "Wollen 99 Prozent LTE-Ab­deckung in allen Bundesländern"

Die Deutsche Telekom zeigt 5G auf der IFA im Livebetrieb. Zudem gibt es neue Details zum LTE-Netzausbau. Verpflichtendes National Roaming lehnt die Telekom ab.
Von der IFA aus Berlin berichtet
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Details zum LTE-Ausbau und zu 5GDetails zum LTE-Ausbau und zu 5G Die Deutsche Telekom hat im Rahmen ihrer IFA-Pressekonferenz Details zu ihrem geplanten weiteren Netzausbau bekanntgegeben. So strebt der Bonner Telekommunikationskonzern bis Ende nächsten Jahres eine 98-prozentige Bevölkerungsabdeckung mit dem LTE-Netz an. Der Ausbau soll dann aber nicht enden. Perspektivisch sollen 99 Prozent der Bevölkerung in allen Bundesländern vom schnellen mobilen Datennetz profitieren.

Auf der IFA in Berlin wirft die Deutsche Telekom aber auch schon einen Blick in die Zukunft. Das Unternehmen zeigt den künftigen 5G-Mobilfunkstandard im Livebetrieb. Dabei komme die Technik zum Einsatz, die auch in Zukunft im Netz sowie auch bei den Endgeräten der Verbraucher genutzt wird. Was fehlt seien noch die Frequenzen.

"Wollen wir weiterhin in der ersten Liga der Technologiestaaten mitspielen, müssen wir jetzt die Weichen dafür stellen", so Dirk Wössner, Vorstand Deutsche Telekom und zuständig für das Deutschlandgeschäft, auf der Pressekonferenz in Berlin. Mit Blick auf die anstehende Frequenzauktion forderte Wössner faire Auktions- und Investitionsbedingungen. Nur mit fairen Rahmenbedingungen könne 5G Innovationsmotor werden und den Arbeitsmarkt beleben.

Wössner: "Anstehender Netzausbau ist ehrgeiziges Projekt"

Den anstehenden Netzausbau bezeichnete Wössner als ehrgeiziges Projekt. Dabei seien hohe Investitionssummen erforderlich. Die Telekom sprach sich gegen eine Drittanbieterverpflichtung aus. Eine solche Auflage, neue Technologien sofort an andere weiterzugeben, verhindere die Entwicklung neuer, innovativer Angebote sowie Investitionen in den Netzausbau.

Die Telekom ist zudem gegen die Reservierung von regionalem und lokalem Frequenzspektrum für 5G. Regionale Betreiber, die Spektrum gratis erhalten, würden den Wettbewerb massiv verzerren. Zudem fehle den Netzbetreibern am Ende ein Viertel der notwendigen Frequenzen, die sie benötigen, um die schnellen 5G-Netze zu bauen. Das bedeute, dass es deutschlandweit ein Viertel weniger Kapazität und damit schlechtere Qualität für den Mobilfunkkunden geben werde.

Wössner hat sich zudem gegen eine Verpflichtung für National Roaming ausgesprochen. Eine solche Auflage würde "die investierenden Netzbetreiber enteignen". Nicht zuletzt betonte Wössner, eine flächendeckende Breitbandversorgung werde zunächst über bestehende und neue LTE-Standorte realisiert. 5G werde dort ergänzend eingesetzt, wo es technisch sinnvoll sei. "Auflagen müssen daher auf jeden Fall technologieneutral formuliert werden", so der Telekom-Deutschland-Chef.

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